Da sag ich nix zu

Die Wahlen sind seit zwei Wochen vorbei, ganz Deutschland rätselt, was wohl kommen wird.

Ich nicht. Mir ist es eher egal, weil sich sowieso nichts ändern wird. Denn Mutti bleibt Kanzlerin und solange das so ist, bleibt alles wie es ist.

Was ich allerdings gespannt tue, ist, die Debatten und das Palaver rund um die Koalitionsbildung zu verfolgen. Denn eines interessiert mich brennend: wie wird es wohl aussehen, wenn die ersten grünen oder roten Vorturner schwach werden? Wie werden sie es dem Volk verkaufen, daß sie ihr Wahlversprechen schneller gebrochen haben als unsere Katze ein Stück Schinken runterschlingen kann (und die ist verdammt schnell, das können Sie glauben)? Wer stellt sich vor die versammelte Journaille und verkündet, daß im Wählerauftrag oder -willen gehandelt wurde? Oder wird die “politische Verantwortung für das Land” nach vorne geschoben? Vielleicht wird ja ein ganz anderer Popanz aufgebaut, von dem wir heute noch gar nichts ahnen?

Ich seh das richtig vor mir: Merkel und, sagen wir mal, Siegmar Gabriel sitzen sich gegenüber, Täßchen Kaffe auf dem Tisch und parlieren so über dies und das. Und dann legt Mutti den Kopf leicht schräg mustert den Siegmar und sagt etwas wie “Weißt Du, Siegmar, Dich könnte ich mir ganz hervorragend als Vizekanzler der Bundesrepublik vorstellen. Als Minister sowieso. Darfst Dir auch aussuchen welches Ressort Du haben möchtest. Noch einen Keks?”. Und Siegmar wird auf einmal ganz blümerant zumute. Da ist sie: die Macht, der Einfluß, alles wonach es ihn treibt. Direkt vor ihm liegt sie auf dem Tisch zwischen Kaffee und Keksen, metaphorisch gesprochen. Alles was er tun muß, ist zuzugreifen. Und nebenbei noch ein paar Zehntausend Parteigenossen und Wähler verarschen. Leicht schweißig wird er, die Hände feucht. Er öffnet den Mund und heraus kommt ein krächzendes…

Tja, das weiß man noch nicht. Ob er dieser Versuchung widerstehen kann? Oder bittet er um Zeit, um das Umfallen seiner Partei medial korrekt vorzubereiten?

Und wie sieht es mit den Grünen aus? Können sie der Versuchung, wieder auf Bundesebene mitzuregieren, dauerhaft widerstehen? Wenn nicht, wie verkaufen sie das?

Sie sehen, es ist spannend. Außer für die Linken, denn die fragt eh keiner.

Ein Gelöbnis

Ich habe ja schon mal vor einigen Jahren für einige Zeit dem Alkohol und Süßigkeiten entsagt und parallel dazu Sport getrieben. Das Ergebnis war durchaus erfreulich.

Da mein Allgemeinzustand mir derzeit wieder erheblich auf den Senkel geht, habe ich beschlossen, es wieder zu tun.

Hier also mein Gelöbnis:

ich werde ab dem 01.10.2013 bis mindestens zum Ende des Jahres Süßigkeiten völlig und dem Alkohol weitestgehend entsagen. Außerdem werde ich an zwei Tagen in der Woche den Fitnesstempel aufsuchen, um dort die noch vorhandenen Muskeln zu ertüchtigen und aufzubauen.

Dies werde ich tun, so wahr ich hier stehe.

Sie können sich im Hintergrund gerne eine getragene oder bombastische Musik vorstellen. Das verstärkt den Effekt.

Ein erbärmliches Schauspiel

Bei der Bayernwahl gabs ja richtig was aufs Jack für meine Lieblings-Clownstruppe. Drei Prozent gab es. Über 100.000 Wähler sind abgezogen in Richtung der CSU.

Daß das keinem FDP-Politiker gefallen kann ist offensichtlich. Auch daß ein wenig Angst aufkommt angesichts der kommenden Bundestagswahl ist nur nachvollziehbar. Weniger nachvollziehen kann ich die Reaktion der Parteiführer. Aus dem Stand starten sie eine Zweitstimmenkampagne, um doch noch irgendwie diese lästige Fünf-Prozent-Hürde zu schaffen. Motto: Jetzt geht’s ums Ganze. Freunde: wenn es jetzt, vier Tage vor der Wahl, ums Ganze geht, worum ging es dann vorher?

Für mich liest sich das so: Wir wissen, das ihr uns nicht wollt, aber vielleicht könntet ihr uns ja aus Mitleid eure Stimme geben? Bitte? Bittebitte?

Betteln als politisches Konzept. Wie erbärmlich. Seht es ein, lernt was draus und versucht es bei den nächsten Wahlen wieder. So geht das.

Wenig amüsiert ist auch der Koalitionspartner. Wie er sein kleines Anhängsel hat auflaufen lassen war schon sehenswert. Kein einziger Unionspolitiker hat sich, soweit ich das mitbekommen habe, auf diese Kampagne eingelassen. Unisono heißt es, die CDU hätte keine Stimme zu verschenken.

Also wird es wohl hart werden. Die Wähler wollen sie nicht und Mutti füttert sie auch nicht durch. Vielleicht findet sich ja irgendwo ein Apotheker- oder Hoteliersverband, der die Armen aufnimmt und ihnen ein Auskommen bietet.

Alles beseitigt

Letzten Samstag war ja die Feier bei uns im Garten.

Anders als angenommen waren die ersten Gäste nicht um kurz nach sechs Uhr sondern schon um kurz nach fünf da. Das kommt eben davon, wenn man die Einladungsmail nur halbherzig liest. War aber auch gar nicht so schlimm, so hatten wir noch zwei zusätzliche Helfer für die letzten Vorbereitungen. Der Rest trudelte dann so nach und nach ein. Wie viele es jetzt im Endeffekt waren weiß keiner so genau, da wir schlicht den Überblick verloren hatten, wer eigentlich alles eingeladen war. Zumal ein paar Leute noch am Samstag abgesagt haben, was ich persönlich ziemlich schei*** finde.

Die eigentliche Feier war (auch nach Ansicht aller, die ich dahingehend befragt habe) gelungen. Es gab Gyros aus der Pfanne (so eine große, wie man sie bei Stadtfesten findet). mit allerlei Beilagen. Da von dem Fleisch gute 10 Kilo verputzt wurden nehme ich mal an, daß es geschmeckt hat.

Desweiteren wurden gute 40 Liter Bier, diverse Flaschen Hugo und Wein sowie Softdrinks in nicht geringer Menge vertilgt. Auch den kleinen Flaschen mit dem hochprozentigerem Inhalt wurde zugesprochen, sieht man mal von den Feiglingen ab.

Und so ging der Abend dann um. Die letzten Gäste gingen um halb drei und um kurz nach drei war dann auch für die Kleine und mich Feierabend. Jedenfalls bis um halb sieben, denn dann verlangte die Kaiserschnitte unbarmherzig nach ihrer Morgenmahlzeit. Danach konnten wir zwar noch mal bis halb neun schlafen, aber dann war die Nacht endgültig vorbei. Es folgte das, was ich erfolgreich verdrängt hatte: den ganzen Mist im Garten abbauen, in den Lieferwagen packen und wieder zurückbringen. Sagen wir mal so: es gibt Besseres. Egal. Irgendwann so gegen Nachmittag war das auch erledigt.

Fazit: das war viel mehr Arbeit, als ich jemals erwartet hätte. Aber es hat sich gelohnt und ich würde es wieder tun. So um die Jahreswende werde ich mal bei der Kleinen entsprechend vorfühlen.

Morgen ist es soweit

Morgen ist es endlich soweit: die von der Kleinen und mir geplante Gartenparty findet endlich statt.

Gedacht ist sie, um alles das zu feiern, was uns im letzten Jahr oder so an Gutem wiederfahren ist. Da gibt es ja einiges: Heirat, Kind, ein neuer Job für mich und viele Kleinigkeiten. Eingeladen wurden alle, die wir sowieso gerne um uns haben und solche, die wir mal wieder gerne um uns gehabt hätten. Das sind im Endeffekt 45 Leute.

Alle Vorbereitungen sind gelaufen, Essen und Trinken sind bestellt und teilweise auch schon geliefert. So warten im Gartenhaus diverse Kästen Wasser, Cola, Fanta usw auf ihr Schicksal. Daneben stehen schön im Fass 60 Liter Bier, die ebenfalls das Schlimmste erwarten dürfen. Wo wir die nicht unerhebliche Menge an Futteralien bis morgen kühlen sollen wissen wir noch nicht so genau, aber das wird schon werden. Tische, Stühle, Gläser, Geschirr, Besteck und was sonst noch alles notwendig ist, ist organisiert und steht auf Abruf bereit. Ebenso die Pavillons, unter denen sich die Gäste platzieren können. Der Garten ist noch einmal etwas aufgehübscht worden, will sagen: alles was sonst (Kinder sei Dank) irgendwo auf dem Rasen herumliegt ist weggeworfen oder -geräumt, die Beete haben ein wenig Pflege erfahren und der Rasen ist gemäht.

Weil ich ja nun schon von berufs wegen technischen Spielereien etwas abgewinnen kann, werde ich noch ein Konto eröffnen, wo anschließend Fotos hochgeladen werden können, damit alle etwas davon haben.

Morgen steht dann noch das große Aufbauen an, Sachen müssen geholt werden, Planungslücken (keiner von uns hat schon mal so viele Leute auf einmal eingeladen) müssen ggf per Improvisation gestopft werden. Improvisieren ist Gott sei Dank eine meiner stärker ausgeprägten Fähigkeiten. Und dann geht es los. Die Einladung lautet auf 18 Uhr, mit den ersten Gästen rechne ich also gegen 18:01 Uhr. Wie es sich ab dann entwickelt, liegt nicht mehr in unserer Hand. Allerdings bin ich zuversichtlich, daß es ein toller Abend wird.

Ich freue mich schon. Sehr.

Ein Freitag im August

  • Rehfrikadelle auf Steinpilzrahm
  • Frikadelle von Kalb und Pumpernickel auf Kartoffel-Lauch-Ragout
  • Grobe Currywurst vom Ibericoschwein mit Pink-Lady-Currysauce und Spitzkohlsalat
  • Reibekuchen mit Pfifferlingen à la créme

Sowie

  • Limoncello Eisparfait im Krokantmantel mit marinierten Beeren
  • Variation von der Grand Cru Virunga Schokolade mit afrikanischem Obst und Kokoseis
  • Heiners Yogurette (Jogurt-Erdbeere-Schokolade)

 

Falls Sie jetzt denken “Was quatscht der da?”, hier die Erklärung: die Kleine und ich ich waren auf der Essener Gourmetmeile und das ist das, was wir gegessen haben. War alles sehr lecker, bis auf die Iberico-Currywurst. Die war auch nicht schlecht, aber unter den probierten Dingen das klare Schlußlicht.

Und außerdem waren wir komplett kinderfrei, selbst die Kaiserschnitte hat auswärts bei den Großeltern geschlafen. Also keinerlei Hektik wegen eines Babysitters, der nur bis 23 Uhr sittet oder so. Wunderbar.

Der Verfall wird sichtbar

Ich bin ja nun Mitte vierzig und somit kein junger Mann im engeren Sinne mehr.

Auch wenn ich früher immer geglaubt habe, daß nur andere altern so muß ich doch zugestehen, daß das wohl ein Irrtum war. Deutlichstes Anzeichen dafür ist die Tatsache, daß es mit dem Lesen inzwischen so eine Sache ist. Es geht zwar grundsätzlich, aber nicht mehr so wie früher. Will sagen: die Arme werden allmählich zu kurz, um das Buch auf eine Entfernung zu bringen, in der die Buchstaben scharf genug sind, um problemlos gelesen werden zu können. Auch beim Surfen auf textlastigen Seiten ist die Tastenkombination <STRG +> inzwischen fast unverzichtbar.

Also waren die Kleine und ich gestern bei den zwei großen Optikerketten Deutschlands, um eine Brille zu suchen. Die Kleine war dabei als Stilberater anwesend, da ich um meine Schwächen diesbezüglich wohl weiß. War gar nicht so einfach, ein Modell zu finden, das nicht nur einigermaßen aussieht, sondern auch bezahlbar ist. Was da teilweise an Preisen nur für die Fassung aufgerufen wird ist schon erstaunlich.

Aber zu guter Letzt haben wir etwas gefunden, was vom Aussehen her durchgewinkt wurde und mit knapp zwanzig Euro auch sehr bezahlbar ist. Mit allem Drum und Dran wird der Spaß knappe 92 Euro kosten. Dafür klappt es dann auch wieder mit dem Gucken auf kurze Distanzen.

Nächste Woche ist Lieferung, dann präsentiere ich das gute Stück entsprechend.

Hätte fast geklappt

Due Jungs hatten gestern eine Idee: sie könnten doch im Garten ein Zelt aufschlagen und dann draußen übernachten. Weil ja nämlich gestern Nacht ganz viele Sternschnuppen zu sehen gewesen sein sollen (die Perseiden falls ich mich recht erinnere). Das Aufschlagen hat auch gut funktioniert, das Zelt wurde mit Luftmatratze und Isomatte sowie Decken schlaftauglich hergerichtet.
Allein: es sollte nicht sein. Der Kleinere konnte leider leider nicht draußen schlafen da die Matratze undicht war und Sohn musste hereinkommen, da er glaubte ein grabendes Wildschwein gehört zu haben. Meine Versicherung, es habe sich sicherlich um einen Igel gehandelt, denn die machen unglaublichen Lärm, wurde mit freundlichem Unglauben zur Kenntnis genommen.
Ob sie heute einen neuen Versuch starten ist noch ungewiss.

Lego? Pfff…

Man liest ja oft, welche mörderischen Qualen es seien, tritt man nächstens barfuß auf einen vergessenen Legostein.

Verehrte Damen und Herren, glauben Sie wenn ich ihnen versichere: es gibt schlimmeres. Wer das nicht glauben möchte, den lade ich zu einem barfußspaziergang auf unseren Rasen ein. Auf diesem liegen hunderte Eicheln, die die große Eiche abgeworfen hat. Diese sind durch ihre Färbung im Gras nicht zu erkennen und liegen so dicht, das man nach dem ersten, höllisch schmerzhaften, Tritt auf eine solche und dem darauffolgenden beiseitespringen mit dem bis dahin nicht schmerzenden Fuß todsicher wieder auf einer landet. Worauf man wieder beiseite springt, um erneut auf… Sie verstehen das Prinzip.

Das, Damen und Herren, sind wahre Qualen. Da müßte selbst Chuck Norris sein drittes Zählen bis Unendlich kurz unterbrechen (wie wir alle wissen, hat er ja bereits zweimal bis Unendlich gezählt), um sich zu retten. Lego ist dagegen was für Einsteiger.

Woher ich das weiß? Ich habe es erfahren dürfen. Letztes Wochenende bei einer groß angelegten Wir-bringen-den-Garten-auf-Vordermann-Aktion.

Vier Wochen her

Also, hier die neueste Entwicklung im Hause Schlauschiesser.

Am 17.06.2013 um kurz nach 10 Uhr morgends wurde das kleinste Familienmitglied per Kaiserschnitt auf diese Welt geholt. Ein Mädchen (ich glaube, ich erwähnte das schon), recht normale 52 cm lang aber stramme 4.040 Gramm schwer. Alles ist gut gegangen, Mutter und Kind haben die Prozedur schadlos überstanden. Der Weg zu diesem Ereignis war allerdings etwas beschwerlich.

Vier Wochen vor dem errechneten Termin lag Junior nicht so wie man es erwarten sollte: Kopf nach unten in Vorbereitung auf die Geburt. Sie lag irgendwie. Mal war der Kopf links, mal rechts oder sonst irgendwo. Das machte den Oberarzt in der Klinik, die wir zur Entbindung ausgesucht hatten nervös, denn ein Kind, das im Wortsinne quer in der Mutter liegt kann man ohne katastrophalen Schaden bei beiden Beteiligten anzurichten, nicht bekommen. Also verkündete er, daß, sollte sich nichts ändern, am 13.06. ein Kaiserschnitt gemacht werden solle. Extra zwei Wochen vor Termin, damit das Risiko, das spontan Wehen einsetzen, so klein wie möglich gehalten wird. Am 12.06. solle sich die Kleine zur finalen Untersuchung einfinden, damit alles abschließend geklärt werden könne. Die Kleine war daraufhin etwas niedergedrückt, denn sie hatte auf eine “normale” Geburt gehofft. Meine Wenigkeit dagegen war sich ziemlich sicher, das meine Tochter ganz wie ihr Halbbruder einen Sinn für den großen Auftritt hat und sich also in letzter Sekunde richtig positionieren würde.

Recht behalten. Pünktlich am 12.06. lag sie vollkommen korrekt in der mit dem Kopf im Becken (Schädelendlage heißt das, habe ich gelernt. Präziser: I. oder II. Schädelendlage, je nachdem ob der Hintern des Kindes nach links oder rechts zeigt). Also Planänderung: kein Kaiserschnitt (der im Klinikjargon übrigens Sectio heißt. Was einfach cooler klingt als der vollständige Ausdruck Sectio caeserea), sondern Einleitung der Geburt durch Pillengabe.

Kurz gefaßt: das hat nicht so ganz geklappt, da der Körper der Kleinen meinte, er hätte noch zwei Wochen Zeit und von dieser Meinung auch nicht wegen ein paar Pillen abweichen wollte. PLUS: am Samstag kam die diensthabende Oberärztin nach einem Ultraschall zu uns. Mit diesem Gesichtsausdruck, den Ärzte immer haben, wenn sie einem etwas mitteilen werden, daß sie eigentlich nicht mitteilen wollen. Es habe sich herausgestellt, so eröffnete sie uns, daß irgendein Quotient aus Kopfdurchmesser und Rumpfgröße einen auffälligen Wert habe. Das sei grundsätzlich harmlos, beruhigte sie uns, hob dann natürlich zu einem ABER an. Dieses ABER umfaßte alle Folgeschäden, die auftreten KÖNNTEN, sollten die Kleine eine Geburt auf normalen Wege anstreben. Ausgangspunkt ist die Schulterdystokie, was einfach bedeutet, eine Schulter des Kindes bleibt während der Geburt im Geburtskanal hängen. Allerdings klingt Schulterdystokie deutlich dramatischer. Folgen einer solchen Ereignisses KÖNNTEN sein: Schlüsselbeinbruch, Überdehnungen von Nerven und Muskeln im Hals des Kindes (die nicht immer vollständig abheilen und bleibende Beeinträchtigungen hinterlassen) und allerlei unerfreulicher Kram mehr. Wenn man das als werdende Eltern so gehört hat, ist man erstmal sprachlos. Hat man das Gehörte dann verarbeitet und durchdacht, bleibt eigentlich nur eine Möglichkeit: Einleitung abbrechen, Kaiserschnitt Sectio planen. Und so wurde es getan.

Seit vier Wochen also ist unser Alltag nicht unser frei planbarer Alltag, sondern die Zeit, die Madame uns zwischen Essen und Wickeln läßt. Natürlich haben wir uns auch sofort mit dem einzigen Buch versehen, das frischgewordene Eltern zwingend brauchen. Erklärt es einem doch, warum der kleine Sonnenschein (*hüstel*) innerhalb von 48 Stunden zu einer klammernden und greinenden Nervensäge geworden ist. Weiß man warum das so ist, kann man viel leichter damit umgehen, finde ich. So kann ich konstatieren, daß sie den ersten Sprung bereits erfolgreich absolviert hat. Zwei Wochen zu früh, aber vielleicht hat sie nicht genau genug gelesen.

Einen Namen, unter dem ich den Neuankömmling hier führen werde habe ich auch schon: Kaiserschnitte. Bietet sich doch an, oder?