Archive November 2009

Und der Nächste

Und wieder verläßt uns jemand. Zum 01.01. ist der Kollege weg.

Der neue Job ist deutlich näher am Wohnort, das Gehalt verdoppelt sich und die Aufgaben sind interessanter. Wer will ihm den Wechsel also verübeln?

Aufgepaßt

Wenn man einen bloggenden Partner hat, der Wert darauf legt, daß man die Verbindung zwischen ihr und mir nicht über die Blogs herstellen kann, dann ist man gut beraten, vor dem Schreiben eines Artikels kurz zu prüfen, ob das Thema nicht schon verwurstet wurde.

Sonst hätte ich jetzt was über unseren Freitagabend geschrieben, was genauso an anderer Stelle schon berichtet wurde. Also muß ich ihnen den Bericht jetzt schuldig bleiben, auch wenn ich mir das Erstveröffentlichungsrecht gesichert hatte. Sorry.

Nur so viel: es war schön und hat Spaß gemacht.

Ein Zeitdokument

Beim Auflösen eines Nachlasses findet sich so allerhand Zeug aus der Vergangenheit und dem Leben des Toten. Manche Sachen kann man relativ einfach entsorgen, bei manchen tut man sich schwerer. Und dann gibt es Dinge, die kann man einfach nicht wegwerfen. So ist meiner Mutter eine Mappe in die Hände gefallen, in der unter anderem ein fünfseitiger Aufsatz abgeheftet war, den mein Vater in der siebten Klasse geschrieben hat.

Thema: Meine Erinnerungen an die letzten Kriegsjahre

Nachdem ich den Aufsatz gelesen habe, hat mich der dringende Wunsch gepackt, ihn öffentlich zu machen. Wenn Sie ihn lesen, behalten Sie im Hinterkopf, daß er von einem kleinen Jungen geschrieben wurde, der alles das, was er beschreibt, selber erleben mußte. Nächte im Bunker, Bomben, Tod, Zerstörung, Angst um das nackte Leben. Bei der einzigen Zeitangabe im Text (1944) war mein Vater sechs Jahre alt.

Im Anhang finden Sie den Text einmal als PDF, sowie die abfotografierten Seiten des Aufsatzes. Falls Sie ihn irgendwo verwenden können, können Sie das gerne tun, solange es nichtkommerziell geschieht. Genaueres finden Sie hier.

Sehr freuen würde ich mich über Rückmeldungen zu diesem Aufsatz.

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Falsche Annahme

Die Logik, daß man, wenn man letzte Woche den Besuch in der Muckibude geschwänzt hat, diese Woche einfach überall fünf Kilo drauflegt, um das Versäumte nachzuholen, ist ebenso schlicht wie falsch, fürchte ich.

Zu der Vermutung komme ich, weil ich dieser Logik gestern gefolgt bin und sich heute ein Muskelkater von biblischen Ausmaßen ankündigt. Arme heben ist jedenfalls schon zu einer kleinen Herausforderung geworden.

Respekt

Wie ich gestern eindrucksvoll lernen durfte, ist der Panda in der Lage, einen Döner schneller komplett aufzuessen als ich. Das war schon ein respekteinflößender Anblick. Zumal sie dabei völlig entspannt wirkte.

Ich bin dann mal ein Stück weggerückt, um die Reste meines Abendessens in Sicherheit zu bringen. Man weiß ja nie.

Es droht ein Blutbad

Ich habe aus dem Nachlass meines Vaters unter anderem den Rasierer übernommen. Warum weiß ich gar nicht genau, immerhin bin ich durchaus im Besitz eines eigenen Geräts.

Aber dieses ist eben ein altes Schätzchen (ich würde mal schätzen 50+x Jahre). Der einzige Rasierer, den sich mein Vater je gekauft hat. Und mit dem ich meine ersten eigenen zaghaften Versuche in Richtung Gesichtshaarentfernung unternommen habe.

Ich kann mich an dieses traumatische Erlebnis noch ziemlich genau erinnern. Ich war sechzehn Jahre alt und hatte drei Haare im Gesicht, auf deren Entfernung ich energisch bestanden habe. Also hat mein Vater mich voller Stolz darüber, daß sein Sohn sich rasieren muß will, mit ins Badezimmer genommen und mich in die Feinheiten der Naßrasur eingeweiht.

Jetzt kommt die Stelle, an der ich erwähnen muß, daß dieser Rasierer noch ganz vom alten Schlage ist. Nix mit fünf antihaftbeschichteten Klingen hinter Gittern. Nix mit dreh- neig- und schwingbar in alle Himmelsrichtungen. Sondern eine Rasierklinge, fest eingespannt. Bereit, alles zu schneiden, was unvorsichtig genug ist, in ihre Nähe zu kommen.

Mein Gesicht zum Beispiel. Meine erste Rasur endete in einem Gemetzel nicht so erfolgreich. Eigentlich war ich eher dünn geschält denn rasiert. Das, was ins Waschbecken tropfte war nicht nur Wasser mit Rasierschaum.  Was meinen Vater aber nicht davon abhielt, mir die Rasierwasserflasche hinzuhalten mit den Worten “Jetzt noch Rasierwasser, damit sich das nicht entzündet.”

Auch hier wieder: nix pflegender After Shave Balsam mit Aloe Vera am Mittag. Sondern Old Spice oder so was. Hauptbestandteil: Alkohol. Dieses Zeug habe ich mir also großflächig und -zügig auf die hoch gereizte und mit blutenden Wunden versehene Gesichtshaut geschmiert. Glauben Sie mir, meine Damen: diese Schmerzen stehen einer Haarentfernung mittels Heißwachs in nichts nach. Nehme ich jedenfalls mal an, mir fehlt der Vergleich.

Mit ebendiesem Rasierer gehe ich, nachdem ich ihn 24 Jahre gemieden habe, heute abend wieder in den Nahkampf. Wünschen Sie mir Glück.

Spät, aber dennoch

Ich möchte mich herzlich bei denen bedanken, die an der Geschichte mit meinem Vater Anteil genommen haben.

Damit meine ich jetzt nicht nur diejenigen, die sich hier per Kommentar oder Mail gemeldet haben, sondern auch jene, die sich vielleicht nur einen Gedanken dazu gemacht haben.

Es ist auf eine seltsame Art tröstlich zu wissen, daß da draußen Menschen sind, die (mal mehr, mal weniger) Anteil nehmen. Nochmal danke dafür.

Vier Jahre Planung

Seit vier Jahren arbeite ich bei meinem jetztigen Arbeitgeber.
Seit vier Jahren wird darüber gesprochen, doch mal ein Abeteilungsessen zu machen (angeblich von der Firma gesponsort *zweifel*)

Und wie das Sprichwort schon sagt: was lange währt, wird endlich gut. Nächsten Montag ist es soweit. Ich bin mal sehr gespannt. Auch weil in den letzten Wochen (meiner Meinung nach) so eine komische Stimmung herrschte.

Jetzt auch von hinten

Früher war motorradfahren noch relativ sorgenfrei. Wenn man über die Landstraße fuhr, konnte man mit Geschwindigkeitsbegrenzungen eher gelassen umgehen, denn Starenkästen blitzen nur von vorne. Das entstandene Bild hat somit vielleicht einen gewissen künstlerischen Wert, taugt zur Fahrerermittlung nur sehr begrenzt.

Damit ist jetzt wohl Schluß. Schade. Nicht daß ich einer dieser Hirnerweichten bin, die meinen, erst ab 230km/h innerorts fängt der Fahrspaß an. Aber sorgenfrei etwas schneller fahren zu können als erlaubt, trägt doch zur Entspannung bei.