Archive Juni 2009

Merke V

Es hilft überhaupt gar nichts, zum Zwecke der Durchzugerzeugung alle vorhandenen Fenster aufzureißen, wenn sich draußen kein Lüftchen regt.

*schwitz*

Nicht gut, aber besser

Gestern war die letzte Chemo der laufenden Serie, wie immer gefolgt von einem Gespräch mit dem behandelnden Arzt.

So sieht es im Moment aus: der ominöse Tumormarkerwert ist von 8000 auf 5000 zurückgegangen, was wohl bedeutet, daß die Chemo anschlägt. Was gut ist. Was nicht ganz so gut ist, ist die Tatsache, daß mein Vater wohl irgendwo intern Blut verliert. Um dem zu begegnen, bekommt er am Donnerstag zwei Konserven zugeführt. Danach sollten die Symptome wie Müdigkeit und Mattigkeit zumindest (deutlich) besser werden. Wohin sein eigenes Blut verschwunden ist, wissen die Ärzte allerdings nicht.

Fazit: in zwei Wochen geht es mit sechsmal Chemo weiter, da der Tumor wohl anzusprechen scheint. Der Blutverlust wird beobachtet und notfalls wird ergänzt was fehlt. Das macht insgesamt eine gute und eine mittelmäßige Nachricht, was gegenüber den letzten Wochen schon ein echter Fortschritt ist.

Überraschung!

Sohn hat am Freitag sein erstes Zeugnis bekommen. Trotzdem klar war, daß es keinen Grund zur Besorgnis geben würde war es doch ein komischer Augenblick.

Was soll ich sagen? Er ist in allen Fächern gut dabei. Sogar im Sport, wo ich mir nicht ganz sicher war, ob er da mitmachen würde. Nicht, daß er keine Freude an der Bewegung hat (ganz sicher hat er die), aber er muß schon einen gewissen Sinn dahinter erkennen. Was mich verblüfft hat, war die Aussage, daß er dem Sachunterricht eher still folgt, während er in Religion und Musik mit Wort und Tat dabei ist. Hätte ich so nicht erwartet.
Gänzlich erwartet dagegen war die Aussage “…muß manchmal in seiner Mitteilungsfreude gebremst werden.” (sinngemäß). Erfreulich dagegen die Beurteilung seine Wortbeiträge seien “durchdacht und zusammenhängend”.
Was mich mindestens ebenso freut wie seine Leistungsbeurteilung ist die Tatsache, das aus dem Zeugnis hervorgeht, daß er in seiner Klasse einen Platz gefunden und sich integriert hat. Darum hatte ich mir, wenn ich ehrlich bin, einige Gedanken gemacht. Vergebens, wie sich zeigt. Er hat Freunde und ist akzeptiert.
Jetzt geht es aber erstlmal ab Mittwoch in die Sommerferien.

So läßt es sich aushalten

Mit dem Laptop auf dem Balkon, in der Birke gegenüber krakeelt sich eine Amsel die Seele aus dem fedrigen Leib und in der Regenrinne des Hauses gegenüber spielen zwei Eichhörner geräuschvoll klöternd Fangen.

Man soll nicht glauben, daß ich in einer Großstadt wohne. Viel idyllischer wäre es auf dem platten Land wahrscheinlich auch nicht.

Schön, das. *seufz*

Entspannt

In der rechten oberen Ecke meines Monitors sitzt seit ungefähr zwanzig Minuten eine Fliege. Sitzt einfach nur da. Unbeweglich.

Erst dachte ich, sie wäre ebenfalls am Herzschlag verschieden, aber wenn man mit dem Cursor in ihre Nähe kömmt, geht sie ein Stück zur Seite. Ehrlich.

*FULLTILT*

Womit habe ich diesen Kerl verdient? Von allen, die man mit dieser Aufgabe hätte betrauen können mußte es ausgerechnet er sein.

Und ich muß ans Telefon gehen. Das habe ich nun davon.

Schöne Aussichten

Gespräch unter zwei Kollegen:

A: Was ist braun, sehr zäh und fliegt durch die Luft?
B: ???
A: Eine Ledermaus *bruhaha*


Auch das wird wieder eine lange Woche, fürchte ich. Und Rufbereitschaft habe ich auch. Was aber nicht nur schlecht ist.

Merke IV

Wenn die barfüßige Partnerin sagt

“Die Küche muß gewischt werden. Ich klebe beim Laufen fast fest.”

dann ist die Antwort

“Zieh Dir einfach Socken an.”

grundfalsch.