Archiv Januar 2012

Bin ich blind?

Ich habe neulich beim Autofahren den aktuellen Deutschlandtrend zur Politik im Radio gehört. War weitestgehend uninteressant, bis auf eines.

Mit der Politik unserer Kanzlerin sind 63% der Befragten zufrieden.
Aha.
Jetzt beschäftigt mich die Frage, was ich wohl übersehen habe. Denn Politik im engeren Sinne habe ich nicht mitbekommen. Zu der schwelenden Debatte um unser Staatsoberhaupt hüllte sich sich lange Zeit in dröhnendes Schweigen. Seit die Eurokrise ein bißchen in den Hintergrund gerückt ist, kommt irgendwie nichts mehr. Oder höre ich nur nicht richtig hin? Oder beziehe ich meine Infos aus den falschen Quellen?
Die einzigen, von denen ich momentan in unschöner Regelmäßigkeit etwas höre, sind die armen FDP-Vorturner. Die sind zwar streckenweise in ihrer Verzweiflung ganz unterhaltsam, aber für die aktuelle Politik eher unwichtig.

Jetzt weiß ich es: Mutti (aka Frau Merkel) hat heimlich, still und leise alle aktuellen Probleme und Krisen gelöst und sitzt jetzt in einem bequemen Sessel im Kanzleramt (Kanzlerinnenamt?) und frönt dem süßen Nichtstun. Oder so. Politik macht sie jedenfalls momentan nicht.

Fast. Aber nur fast.

Eigentlich war die gestern fehlgeschlagene Foto-bloggen Aktion auf heute verschoben. War alles bereit: Handy war am Mann und geladen (der Akku). Eine Wand zur Demontage war auch vorhanden. Leider hatten die Schwester und der Vater der Kleinen diese Wand bei meinem Eintreffen bereits mittels schweren Gerätes eingerissen. Also wieder nix.

Nächster Versuch: Montag. Dann geht es einer Decke und der Holztäfelung an den Kragen. Da ich alleine bin, bestehen Hoffnungen, das es diesesmal was wird. Stay tuned.

Na großartig

Da wäre heute die perfekte Möglichkeit gewesen, um meine angekündigte Foto-direkt-vom-Smartphone-bloggen-Versuchsreihe zu starten und dann ist der Sch$§”% Akku leer. Natürlich liegt das Ladegerät bei mir zu Hause, nicht bei der Kleinen.

Also ist leider nichts mit den Bildern einer instakten Wand, die sich unter den liebenden Schlägen eines dicken Fäustels nach und nach in einen Haufen Schutt verwandelt. Untermalt mit den Bildern eines leeren Containers, der am Ende als Endlager für den oben erwähnten Schutt diente.

Es bleibt mir also nichts anderes, als es zu erwähnen. Und wo ich dabei bin, erwähne ich auch gleich die bleischweren Arme und lahmen Schultern die mir fünf Stunden dieser Arbeit beschert haben. Was das Knie dazu sagt erfahre ich morgen, im Moment schmollt es noch.

Man muß auch zurückstehen können

Eigentlich wollte ich ja was zu dieser mehr oder weniger erquicklichen Affäre rund um unseren Bundeswuff schreiben, der das Messen mit zweierlei Maß so schön öffentlich gemacht hat. Angriffsfläche genug ist vorhanden, es wäre ein leichtes (aber trotzdem lohnendes) Ziel.

Das haben sich auch andere gedacht, darunter einer, an dessen Schandmaul (im positiven Sinne) ich nicht mal entfernt heranreiche. Ich verwerfe also den Gedanken eines eigenen Beitrages und präsentiere Oliver Kalkofe mit seinem Beitrag zum Thema:

Spielkind

Ich habe ja seit letztem Jahr eines dieser sogenannten Smartphones. Es ist zwar aus dem unteren Ende des Leistungsspektrums, aber mich stört es nicht. Obwohl ich meine beobachtet zu haben, wie es sich beim Anblick “großer” Berufskollegen von Samsung oder HTC leicht zitternd in die Tiefe meiner Hosentasche zurückzieht. Wahrscheinlich Minderwertigkeitskomplex. Egal.

Für dieses Smartphone gibt es natürlich Apps, unter anderem auch eine WordPress-App. Die schleppe ich schon länger mit, ohne jemals einen genaueren Blick darauf geworfen zu haben. Bis heute. Was soll ich sagen? Diese App beherrscht erstaunliche Dinge. Zum Beispiel ein Foto direkt im Blog veröffentlichen. Auf Wunsch auch mit Text. Toll. Das schreit ja geradezu nach ausgiebigem Ausprobieren.

Wundern Sie sich also nicht, wenn ich eventuell völlig nichtssagende Bilder in ungewohnter Menge auftauchen. Ich fröne nur meinem Spieltrieb. Das legt sich wieder. Vielleicht.

Geht doch gut los

Na, das fängt doch schon ganz vielversprechend an:

Ultraorthodoxe Juden in Israel beschimpfen andere (weniger orthodoxe) Juden als Nazis. (Quelle)

Die Welt und ganz besonders die auf ihr lebenden religiösen Extremisten jeglicher Couleur ist also auch 2012 genauso bescheuert wie im abgelaufenen Jahr. Bin mal gespannt, was da noch so kommt. Die Erwartungen sind hoch.

TADAAA!!!

Nach einer zugegeben extrem langen Schaffenspause bin ich wieder zurück auf der Bühne. Publikum dürfte zwar keines mehr da sein, aber trotzdem: dieses Jahr wird wieder gebloggt. Über dies und jenes, alles und jeden. Einzige Vorgabe: es wird wieder mehr zum aktuellen Tagesgeschehen kommentiert. Immerhin ist das hier kein Befindlichkeitsblog (oder soll zumindest keines sein).

Und weil Neujahr sich für einen Rück- und Ausblick auf gewesenes und werdendes geradezu aufdrängt, fange ich der Einfachheit halber damit an.

2011: ein Superjahr

Die Kleine ist immer noch bei mir und ich genieße es nach wie vor. Es bestehen weiterführende Pläne, die durchaus mehrere Jahre umfassen. Zuerst einmal werden wir zusammenziehen. Dazu sind einige Umbaumaßnahmen an dem Haus, das sie bewohnt notwendig. Unter anderem bekommt Sohn ein eigenes Zimmer. Den Platz dazu zweigen ihre Eltern (die Besitzer des Hauses) freiwillig und diskussionslos aus ihrer eigenen, direkt angrenzenden, Wohnung ab. Angesichts dessen bin ich immer noch ziemlich sprachlos und tief dankbar. Überhaupt haben sie Sohn einfach aufgenommen und behandeln ihn wie ein Familienmitglied. Ein Traum, ehrlich. Auch die Beziehung zwischen Sohn und seinem Halbbruder (der Sohn der Kleinen, auf die Bezeichnung haben sich die Kinder untereinander geeinigt) ist in weiten Teilen problemlos. Natürlich gibt es Reibereien, aber grundsätzlich mögen sich die beiden gern und schaffen es auch, sich immer wieder zusammenzuraufen. Auch die Beziehung der Erwachsenen zum jeweils “neuen” Kind sind einfach: man mag sich, alle Beteiligten sind miteinander zufrieden.

Beruflich ist es anders gelaufen als gedacht, aber trotzdem ist alles gut. Ich habe Mitte des Jahres die Stelle gewechselt und zum Ende der Probezeit (vorgestern) gekündigt. Also bin ich jetzt offiziell arbeitslos. Trotzdem fühlt es sich richtig an. Denn wenn ich eines über die Jahre gelernt habe, dann das: fühlt es sich am Anfang schon nicht richtig an, dann sind die Chancen, das es sich später bessert so gut wie null. Außerdem habe ich gelernt, das man Dinge, die einen belasten, loslassen muß, auch wenn man nicht weiß, wie es danach genau weitergeht. Extrem hilfreich war auch hier die Kleine, die meine Unsicherheiten und Zweifel mit einem einfachen “Wenn Du unglücklich bist, dann kündige. Selbst wenn Du nicht sofort etwas Neues findest, stehen wir das zusammen durch.” beseite gewischt hat. Einen Tag, nachdem Sie das gesagt hatte, habe ich gekündigt. So einfach kann eine Beziehung sein.

 

2012: ein Jahr, in dem viel passieren wird.

An erster Stelle steht natürlich die Beschaffung eines neuen Jobs. Aber das wird schon. Bis jetzt hat es noch immer geklappt, dieses Mal wird es nicht anders sein.

Außerdem steht Umbau und Umzug an. Ersteres habe ich noch nie gemacht, freue mich aber schon darauf. Besonders auf den Teil, wo eine Wand weggekloppt werden muß. Zweiteres ist Standard, nicht der Rede wert.

Und dann, aber das ist noch nicht so ausgegoren, vielleicht zum Jahresende ein zweiter Versuch in Sachen “Bis das der Tod euch scheidet.”. Wir haben beide den ersten verrissen, etwas gelernt und könnten prüfen, ob wir den zweiten Anlauf besser hinbekommen. Aber das ist noch offen. Und reizvoll.

Das sind die Dinge, die in 2012 unserer Kontrolle unterliegen. Alles andere wird, wie üblich, einfach über uns kommen.

 

Und das war er, der Jahresauftaktspost. Zwar glaube ich nicht, das irgendjemand noch mitliest (Spammer ausgenommen). Sollte dem aber doch so sein wünsche ich ihnen allen ein Jahr 2012, das sie am Ende zufrieden zurückläßt.