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Später vielleicht…

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, heute morgen beim Gang mit dem Hund ein Foto der tiefstehenden Sonne über dem zugefrorenen See zu machen. Nach einem Blick auf das Thermometer ist dieser Plan dann auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Bei -14°C gehe ich nicht raus, Hund und Foto hin oder her.

Manchmal kann es so einfach sein

Mittwochs ist traditionell Papatag. Ich hole Sohn aus der Scheule ab, er schläft bei mir und ich bringe ihn Donnerstags in die Schule.

Jetzt ist es bei solchen Temperaturen nicht immer einfach, sich etwas auszudenken, was man nachmittags tun kann. Ginge es nach ihm, wäre das Problem gar keines: sein DS ist die Antwort auf alle Fragen. Ich sehe das naturgemäß anders.

Also haben wir uns entschlossen, das letzlich eröffnete und öffentlich begehbare Kunstwerk zu besuchen. War leider geschlossen, also muß blitzartig ein Plan B her. Kein Problem: das Containerterminal direkt gegenüber besuchen. Gucken wie die Kräne Container hin und her bewegen, LKW be- und entladen werden usw.

Oder aber auf der Eisfläche spielen, die auf dem Weg dahin liegt. Eigentlich nur eine sehr (halber Tennisplatz etwa) große gut knöchteltiefe Pfütze, aber wenn zugefroren, ein Quell nicht endender Freude. Sohn hat die nächsten zweieinhalb Stunden damit zugebracht Löcher ins Eis zu hacken, Unfug zu treiben und mächtig Spaß zu haben. Ich habe mitgemacht, so lange wie mein Vertrauen in die Tragfähigkeit des Eises reichte und danach zugeschaut und gefroren.

So einfach kann es sein, einen tollen Nachmittag an der Luft zu verbringen.

So tut doch was!

Der Herr Wolff ist erregt (nein, nicht der Herr Wulff. Der erregt sich nur nichtöffentlich auf anderer Leute Mailboxen.). Ebenjener Herr Wolff ist VDV-Hauptgeschäftsführer, d.h. Bus&Bahn sind sein täglich Brot.

Ihn ärgert, schon von berufs wegen, das Schwarzfahren. Klar, ist auch scheiße.

Aber ihn ärgert noch mehr. Zitieren wir mal aus der Pressemitteilung vom 01.02.2012 (Nummer 4):

 

[...]Beispiele in den sozialen Netzwerken im Internet zeigen. Dort gibt es inzwischen Gruppen von Fahrgästen, die sich gegenseitig vor Fahrscheinkontrollen warnen. Jetzt ist es also schon so weit, dass potenzielle Schwarzfahrer sich online öffentlich helfen und organisieren. So wird das Fahren ohne gültigen Fahrausweis in der öffentlichen Wahrnehmung verharmlost. Dem muss der Gesetzgeber durch entsprechende Regelungen entgegenwirken.

Herr Wolff, hier ein ganz kostenloser Tip von mir für Sie: schalten Sie doch mal das Radio an und suchen sie sich einen dieser Lokalsender. Dann warten Sie, bis die Verkehrsnachrichten kommen und jetzt spitzen Sie ganz mal heftigst die Ohren. Da werden öffentlich *japs* im Radio *ächz* Blitzer durchgesagt *schnappatmung*. Und in der Zeitung steht es auch (zumindest in meiner Heimatstadt) *keuch*. Auf der ersten Seite, unten links. Jetzt ist es also schon so weit, dass potenziellen Rasern öffentlich gesagt wird, wo Gefahr droht, sowohl on- als auch offline. Trotzdem ist das Fahren mit Tempo hundertzwanzig in der Stadt in der öffentlichen Wahrnehmung nicht wirklich akzeptiert. Ganz ohne entsprechende Regelungen des Gesetzgebers.

Ich würde vorschlagen, sie kommen mal wieder von vom Kronleuchter herunter, wischen sich den Schaum vom Mund und überlegen, ob derartiges Geifern wirklich hilfreich ist. Das Greinen, das Mutti ihre Probleme lösen soll, sollten Sie sich vielleicht auch sparen. Sie sind doch schon groß, hm? Ihnen fällt da bestimmt selber was ein.

Ach ja: die Blitzerinfos in der Zeitung steuert die Polizei selber bei. Nur, um es mal erwähnt zu haben.

Erbaulich

Die Kleine hat einen Hund. Einen Pudelpointer, was eine Art Jagdhund ist. Ich bin zwar ein ausgesprochener Katzenfreund, aber was solls.
Unter anderem mag ich Katzen deswegen so gern, weil man mit ihnen nicht zweimal am Tag raus muss. Obwohl ein Spaziergang am See bei diesem Wetter durchaus schöne Seiten hat:

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Verstünde ich mwhr von Fotografie und hätte nicht das Handy zum Knipsen genommen, käme wahrscheinlich klarer heraus, was ich meine. Aber vielleicht ahnen Sie es ja trotzdem.

Große Gesten

Sohn hat ja einen genau umrissenen Beufswunsch: Paläontologe. Wie er darauf gekommen ist, weiß ich nicht genau. Es hat aber, glaube ich, damit zu tun, das er dann an schön warmen Orten arbeiten kann.

Ich dagegen sehe das mit Zweifeln. Ist er doch ein Selbstdarsteller vor dem Herrn, der sich keine Gelegenheit entgehen läßt, eine Show für sein (mehr oder weniger freiwilliges) Publikum abzuziehen.Dabei schreckt er auch vor daumendick aufgetragenem Pathos nicht zurück.

Ein Beispiel: Sonntagmorgen, wir (die Kleine, der Kleinere, Sohn und ich) sitzen beim Frühstück. Es gilt die Regel, das die Kinder aufstehen und spielen gehen können, sobald sie fertig sind. Aber, ganz wichtig, erst nachdem sie gefragt und die Erlaubnis bekommen haben (was eine reine Formsache ist). Sohn probierte es mal anders: er verabschiedete sich aufs Klo um dann direkt ins Kinderzimmer abzubiegen. Sein Kumpel merkt das und verläßt ebenfalls die Küche, in der Hoffnung, das niemand Fragen stellt.

Logische Konsequenz: die beiden werden zurückbeordert und (aus erzieherischen Gründen) einige Minuten an den Tisch gesetzt. Als sie dann endlich gehen dürfen wirft Sohn sich in die schmale Brust und verkündet mit Stentorstimme

Freiheit! Oh Freiheit, Du hast mich wieder!

Ich sehe ihn eher auf einer Bühne denn in einer heißen staubigen Wüste. Die Kleine sieht das ähnlich. Eigentlich so gut wie jeder, der ihn kennt.

Ich hoffe, ich bin nur zu blöd

Heute morgen bin ich beim Stöbern über diesen Artikel gestolpert.

Seitdem treibt mich die Frage um, ob er ernst gemeint oder eine Satire sein soll.

Wenn er ernst gemeint ist stellt sich die Frage, wieso eine durchaus angesehene Zeitung wie die Welt ihn veröffentlicht hat. Bisher war mir diese Publikation nicht durch Moralvorstellungen aus dem frühen 13. Jahrhundert (alternativ eines streng islamischen Landes aus egal welcher Zeit) aufgefallen. Besonders gefällt mir die Stelle, an der er behauptet, das

ein paar falsche Anzeigen in einem Hochglanzmagazin (Playboy? Anm. des Autors) genügen, um unser gesamtes Wertesystem umzustrukturieren.

Ist er Satire bin ich beruhigt, denn dann fehlt es mir lediglich an geistiger Reife, diese als solche zu erkennen.

Der Wikipediaeintrag zum Autor läßt letzteres allerdings eher unwahrscheinlich erscheinen. Aber lesen Sie selbst und bilden Sie sich eine Meinung. Gerne auch in den Kommentaren.

Alter!

Neulich lief auf meinem Lieblingssender Tele 5 (ehrlich) dieser Film. Normalerweise keiner Erwähnung wert, spielte nicht Gott himself (in seinem alter ego Chuck Norris) die Hauptrolle.

Der Film war, wie zu erwarten, kein Highlight des filmischen Schaffens. Besonders hat mich die Stelle verwirrt, an der der Partner von Chuck aus dem Bild stürmt mit den Worten “Ich hole Verstärkung!”.

Alter? Du hast Chuck Norris dabei. Wen willst Du als Verstärkung rufen? Und wozu?

Für alle, die dem obigen Gedankengang nicht folgen können, hier einige Fakten über Chuck Norris: klick.

Landestypische Verpflegung

Neulich lag bei mir im Hausflur mal wieder Werbung auf der Treppe. Eine Seuche. Ein Drittel des wöchentlich vor dem Haus zur Abholung abgestellten Altpapieres besteht aus Werbung, die im Schock durch den wehrlosen Briefschlitz in das schreckensstarre Treppenhaus gezwängt wird. Manchmal kommt die Werbung auch in Gestalt einer dieser kostenlosen Wochenzeitungen daher. Kennen Sie sicher auch. Auf der ersten Seite noch redaktioneller Inhalt, auf den folgenden zieht sich dieser immer weiter zurück. Obwohl, das muß man zugeben, als Informationsquelle bei der Wohnungssuche sind diese Blättchen aufgrund der Nähe zum Stadtteil ganz famos.

Aber ich schweife ab.

Also: in dem Werbewust fand sich ein Flyer eines neu eröffneten mongolischen Restaurants in der Nähe. Mit großem Buffett, viel Auswahl und überhaupt dem besten Angebot westlich von Ulan Bator. Ich bin ja ein großer Freund dieser Verpflegungsform. Für die, die damit nicht so vertraut sind, hier die Kurzbeschreibung: man packt sich rohe Zutaten (vegetarische und eßbare) auf einen Teller, füllt etwas Soße in ein Schälchen und gibt das Ganze an einer Theke ab. Der Küchenmongole kippt den Tellerinhalt auf eine heiße Stahlplatte, brät alles gut an, kippt die Soße drüber und schaufelt alles zurück auf einen Teller. Fertig.Weil es sich um ein Buffett handelt, kann man diesen Vorgang beliebig oft wiederholen und verschiedene Zusammenspiele von Zutaten austesten.

Wo war ich? Ach ja.

Es gab eine umfangreiche Auswahl an Zutaten, aber eine hat mich über die Maßen verblüfft.

Känguruhfleisch.

In einem mongolischen Restaurant.

Ich habe extra noch mal geguckt: zu keiner Zeit in der neueren oder älteren Erdgeschichte haben Känguruhs in der Mongolei gelebt. Und ganz sicher nicht heute.

Auch die Nachtischtheke hielt befremdliches bereit. Tiramisu. Hier läßt sich ebenfalls, selbst unter größten Mühen, kein Bezug zur mongolischen Küche herstellen.

Aber ich will nicht kleinlich sein. Der Umfang des Angebotes war recht beeindruckend, die Preise manierlich und das Drumherum auch nicht zu beanstanden. Außerdem hat das mentale Bild eines Känguruhs mit Schal und Mütze im mongolischen Winter ja auch was (falls Du noch mitliest HM: mein Kopfkino funktioniert immer noch einwandfrei).

Big Baum is watching you

Neulich war ich mit Sohn im Wald spazieren. Im Gepäck eine Thermoskanne mit heißem Kakao und ein paar Schnittchen.
Während wir so unterwegs waren, hatte ich das seltsame Gefühl, das uns jemand beobachtet. Ich habe mich nicht getäuscht. Sehen Sie selbst:

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Oder hier:

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Das scheint jetzt zweimal da gleiche Bild zu sein. Leider habe ich nicht herausfinden können, wie man in dieser App ein Bild aus einem Post löscht :-)

Die Zeiten ändern sich

 

Wenn ich mich früher so benommen habe, dann bin ich nicht auf Youtube damit bekannt geworden. 

 

 

Eher gab es mehr (eher selten) oder weniger (deutlich häufiger) zurückhaltende Kommentare über meinen alkoholischen Füllstand. Aber so ändern sich die Zeiten.

Und wenn ich ehrlich bin, dann ist zweifelsohne ein Segen, daß ich in einer Zeit ohne Internet groß geworden bin. Obwohl ich bestimmt meinen eigenen Youtube-Channel bekommen hätte. Material hätte es gegeben.