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Fast. Aber nur fast.

Eigentlich war die gestern fehlgeschlagene Foto-bloggen Aktion auf heute verschoben. War alles bereit: Handy war am Mann und geladen (der Akku). Eine Wand zur Demontage war auch vorhanden. Leider hatten die Schwester und der Vater der Kleinen diese Wand bei meinem Eintreffen bereits mittels schweren Gerätes eingerissen. Also wieder nix.

Nächster Versuch: Montag. Dann geht es einer Decke und der Holztäfelung an den Kragen. Da ich alleine bin, bestehen Hoffnungen, das es diesesmal was wird. Stay tuned.

Na großartig

Da wäre heute die perfekte Möglichkeit gewesen, um meine angekündigte Foto-direkt-vom-Smartphone-bloggen-Versuchsreihe zu starten und dann ist der Sch$§”% Akku leer. Natürlich liegt das Ladegerät bei mir zu Hause, nicht bei der Kleinen.

Also ist leider nichts mit den Bildern einer instakten Wand, die sich unter den liebenden Schlägen eines dicken Fäustels nach und nach in einen Haufen Schutt verwandelt. Untermalt mit den Bildern eines leeren Containers, der am Ende als Endlager für den oben erwähnten Schutt diente.

Es bleibt mir also nichts anderes, als es zu erwähnen. Und wo ich dabei bin, erwähne ich auch gleich die bleischweren Arme und lahmen Schultern die mir fünf Stunden dieser Arbeit beschert haben. Was das Knie dazu sagt erfahre ich morgen, im Moment schmollt es noch.

Man muß auch zurückstehen können

Eigentlich wollte ich ja was zu dieser mehr oder weniger erquicklichen Affäre rund um unseren Bundeswuff schreiben, der das Messen mit zweierlei Maß so schön öffentlich gemacht hat. Angriffsfläche genug ist vorhanden, es wäre ein leichtes (aber trotzdem lohnendes) Ziel.

Das haben sich auch andere gedacht, darunter einer, an dessen Schandmaul (im positiven Sinne) ich nicht mal entfernt heranreiche. Ich verwerfe also den Gedanken eines eigenen Beitrages und präsentiere Oliver Kalkofe mit seinem Beitrag zum Thema:

Spielkind

Ich habe ja seit letztem Jahr eines dieser sogenannten Smartphones. Es ist zwar aus dem unteren Ende des Leistungsspektrums, aber mich stört es nicht. Obwohl ich meine beobachtet zu haben, wie es sich beim Anblick “großer” Berufskollegen von Samsung oder HTC leicht zitternd in die Tiefe meiner Hosentasche zurückzieht. Wahrscheinlich Minderwertigkeitskomplex. Egal.

Für dieses Smartphone gibt es natürlich Apps, unter anderem auch eine WordPress-App. Die schleppe ich schon länger mit, ohne jemals einen genaueren Blick darauf geworfen zu haben. Bis heute. Was soll ich sagen? Diese App beherrscht erstaunliche Dinge. Zum Beispiel ein Foto direkt im Blog veröffentlichen. Auf Wunsch auch mit Text. Toll. Das schreit ja geradezu nach ausgiebigem Ausprobieren.

Wundern Sie sich also nicht, wenn ich eventuell völlig nichtssagende Bilder in ungewohnter Menge auftauchen. Ich fröne nur meinem Spieltrieb. Das legt sich wieder. Vielleicht.

Geht doch gut los

Na, das fängt doch schon ganz vielversprechend an:

Ultraorthodoxe Juden in Israel beschimpfen andere (weniger orthodoxe) Juden als Nazis. (Quelle)

Die Welt und ganz besonders die auf ihr lebenden religiösen Extremisten jeglicher Couleur ist also auch 2012 genauso bescheuert wie im abgelaufenen Jahr. Bin mal gespannt, was da noch so kommt. Die Erwartungen sind hoch.

TADAAA!!!

Nach einer zugegeben extrem langen Schaffenspause bin ich wieder zurück auf der Bühne. Publikum dürfte zwar keines mehr da sein, aber trotzdem: dieses Jahr wird wieder gebloggt. Über dies und jenes, alles und jeden. Einzige Vorgabe: es wird wieder mehr zum aktuellen Tagesgeschehen kommentiert. Immerhin ist das hier kein Befindlichkeitsblog (oder soll zumindest keines sein).

Und weil Neujahr sich für einen Rück- und Ausblick auf gewesenes und werdendes geradezu aufdrängt, fange ich der Einfachheit halber damit an.

2011: ein Superjahr

Die Kleine ist immer noch bei mir und ich genieße es nach wie vor. Es bestehen weiterführende Pläne, die durchaus mehrere Jahre umfassen. Zuerst einmal werden wir zusammenziehen. Dazu sind einige Umbaumaßnahmen an dem Haus, das sie bewohnt notwendig. Unter anderem bekommt Sohn ein eigenes Zimmer. Den Platz dazu zweigen ihre Eltern (die Besitzer des Hauses) freiwillig und diskussionslos aus ihrer eigenen, direkt angrenzenden, Wohnung ab. Angesichts dessen bin ich immer noch ziemlich sprachlos und tief dankbar. Überhaupt haben sie Sohn einfach aufgenommen und behandeln ihn wie ein Familienmitglied. Ein Traum, ehrlich. Auch die Beziehung zwischen Sohn und seinem Halbbruder (der Sohn der Kleinen, auf die Bezeichnung haben sich die Kinder untereinander geeinigt) ist in weiten Teilen problemlos. Natürlich gibt es Reibereien, aber grundsätzlich mögen sich die beiden gern und schaffen es auch, sich immer wieder zusammenzuraufen. Auch die Beziehung der Erwachsenen zum jeweils “neuen” Kind sind einfach: man mag sich, alle Beteiligten sind miteinander zufrieden.

Beruflich ist es anders gelaufen als gedacht, aber trotzdem ist alles gut. Ich habe Mitte des Jahres die Stelle gewechselt und zum Ende der Probezeit (vorgestern) gekündigt. Also bin ich jetzt offiziell arbeitslos. Trotzdem fühlt es sich richtig an. Denn wenn ich eines über die Jahre gelernt habe, dann das: fühlt es sich am Anfang schon nicht richtig an, dann sind die Chancen, das es sich später bessert so gut wie null. Außerdem habe ich gelernt, das man Dinge, die einen belasten, loslassen muß, auch wenn man nicht weiß, wie es danach genau weitergeht. Extrem hilfreich war auch hier die Kleine, die meine Unsicherheiten und Zweifel mit einem einfachen “Wenn Du unglücklich bist, dann kündige. Selbst wenn Du nicht sofort etwas Neues findest, stehen wir das zusammen durch.” beseite gewischt hat. Einen Tag, nachdem Sie das gesagt hatte, habe ich gekündigt. So einfach kann eine Beziehung sein.

 

2012: ein Jahr, in dem viel passieren wird.

An erster Stelle steht natürlich die Beschaffung eines neuen Jobs. Aber das wird schon. Bis jetzt hat es noch immer geklappt, dieses Mal wird es nicht anders sein.

Außerdem steht Umbau und Umzug an. Ersteres habe ich noch nie gemacht, freue mich aber schon darauf. Besonders auf den Teil, wo eine Wand weggekloppt werden muß. Zweiteres ist Standard, nicht der Rede wert.

Und dann, aber das ist noch nicht so ausgegoren, vielleicht zum Jahresende ein zweiter Versuch in Sachen “Bis das der Tod euch scheidet.”. Wir haben beide den ersten verrissen, etwas gelernt und könnten prüfen, ob wir den zweiten Anlauf besser hinbekommen. Aber das ist noch offen. Und reizvoll.

Das sind die Dinge, die in 2012 unserer Kontrolle unterliegen. Alles andere wird, wie üblich, einfach über uns kommen.

 

Und das war er, der Jahresauftaktspost. Zwar glaube ich nicht, das irgendjemand noch mitliest (Spammer ausgenommen). Sollte dem aber doch so sein wünsche ich ihnen allen ein Jahr 2012, das sie am Ende zufrieden zurückläßt.

Zee Einkauf of zee beast

Man sagt, der Teufel sei ein Eichhörnchen.

Ich sage, der Teufel ist ein Kassenbon. Und kann es auch beweisen.

 

Bitte sehr:

Der Beweis...

Was würde ich tun?

Ein Mann zieht los und tötet mehr als 90 Menschen. Den überwiegenden Teil erschießt er.

So wie ich das mitbekommen habe, ist er mehr als eine halbe Stunde durch dieses Jugendlager gezogen und hat Menschen erschossen. Ich frage mich, was ich in dieser Situation getan hätte. Es will mir nicht in den Kopf, daß sich niemand von den Erwachsenen vor Ort es versucht hat, diesen Mann zu stoppen. Sich irgendeine Waffe (im weitesten Sinn, irgendein Schlagwerkzeug z.B.) gegriffen hat und dann versucht hat, den Schützen von hinten zu überwältigen. Statt dessen sitzen alle in irgendwelchen Verstecken und hören zu, wie draußen Menschen sterben, während sie hoffen, verschont zu bleiben.

Was würde ich tun? Hätte ich den Mut, mir einen Knüppel zu greifen um ihn dem Schützen so fest es irgendwie geht, von hinten über den Schädel zu ziehen? Oder wischt die Angst um das eigene Leben jeden Mut beiseite und ich bin wie alle anderen?

Ich weiß es nicht. Am Frühstückstisch, mit einem noch warmen Nutellabrötchen im Anschlag ist es natürlich leicht, Urteile über andere zu fällen.

Ich hoffe, ich muß nicht irgendwann herausfinden, ob ich zum Helden geboren bin. So viel ist klar.

Ja nu…

Amy Winehouse ist tot.

Ist ja ein Ding. Da watet jemand über Jahre knietief durch alle möglichen Drogen und stirbt dann. Wer hätte damit gerechnet. Vielleicht hätte sie zu Lebzeiten mal bei anderen nachfragen sollen, wie man so etwas überleben kann. Joe Cocker, die Rolling Stones und Ozzy Osbourne wären gute Ansprechpartner gewesen. Die haben es nämlich irgendwie geschafft, durchzukommen und zu überleben.

Mich würde mal interessieren, wo all die Promis, die jetzt lautstark und öffentlichkeitswirksam ihren Tod beweinen, waren, als sie noch lebte und eventuell Hilfe hätte gebrauchen können. Am Besten gefällt mir Kelly Osbourne, die “gerade nicht mal atmen kann, weil [sie] so heftig weinen muß.”. Aber zum twittern hat es noch gereicht. Beruhigend.

Ein Augenblick der Selbsterkenntnis

Wissen Sie, wann zuletzt eine der sehr seltenen Gelegenheiten war, an denen mir glasklar und unleugbar klar wurde, daß ich überhaupt nicht mehr jung bin? Nee, woher auch.

Gestern. Gestern nachmittag. Ich war mit Sohn bei meiner Mutter auf Anstandsbesuch, als der Eismann vorgefahren kam. Ich, wie in alten Zeiten, runter wie ein geölter Blitz (so schnell es das ramponierte Knie eben zuließ). Als ich dann so da stand, schaute er mich an und murmelte mit einem kleinen ungläubigen Kopfschütteln halblaut zu sich selbst “Jetzt hat er schon einen weißen Bart. Ich kenne ihn noch, als er noch nicht mal zur Schule ging.”. Das war so ein Augenblick.

Außerdem wurde mir klar, daß dieser Eismann der Mensch ist, den ich, neben meiner übersichtlichen Verwandschaft und zwei Nachbarn meiner Mutter, am längsten kenne. Über 35 Jahre. Das ist ein Ding, finde ich.