Morgen ist es wieder soweit: das halbjährliche Personalentwicklungsgespräch steht an. Und wie üblich ist mir bei dem Gedanken daran etwas flau. Was aber, genau betrachtet, ein Fortschritt ist: ich habe auch schon mal die nackte Panik bei dem Gedanken gehabt. Und zwar mindestens eine Woche im voraus.
Trotzdem will ich froh sein, wenn es vorbei ist und wieder ein halbes Jahr Ruhe herrscht.


#1 by Deanna on Montag, 14. Dezember 2009
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Oh man…ihr habt das 2x im Jahr?? Wir haben das “nur” jährlich und das reicht mir schon. Nach dem letzten war ich ziemlich muffig (vorsichtig formuliert)
#2 by Schlauschiesser on Montag, 14. Dezember 2009
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Nachdem es jahrelang ohne ging (bei diversen anderen Arbeitgebern), habe ich diese Art der Kommunikation bei letzten kennen- und fürchten gelernt.
Als ich meinen aktuellen Job angetreten habe, war das hier auch noch gänzlich unbekannt. Selige Zeiten!
#3 by ru24 on Dienstag, 15. Dezember 2009
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Letztendlich geht es um ein – wie sagt man so schön? – Hirngewichse. Der MA tut so, als habe er sich entwickelt und der Vorgesetzte tut entweder so, als glaube er das oder nicht. Konsequenz für alle Beteiligten: Zero, Null, Nullinger, Nix. Der Angestellte, der sich wirklich “entwickelt” hat, verläßt das Unternehmen in Richtung eines höher dotierten Jobs näher an zu Hause.
Der Witz: der Vorgesetzte gibt nicht einmal vor, sich in irgendeiner Form entwickelt zu haben. Und hat er auch nicht. Seit 10 Jahren.
#4 by Schlauschiesser on Dienstag, 15. Dezember 2009
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Ich entnehme dem, daß Du auch kein allzugroßer Freund dieser Veranstaltungen bist. Obwohl sie ja nicht per se schlecht sind. Ich fände aber eine permanente Rückmeldung zu dem, was man so tut oder läßt besser, als es zweimal im Jahr gesammelt hingeworfen zu bekommen. Zumal man dann garantiert nix mehr ändern kann.
#5 by Deanna on Dienstag, 15. Dezember 2009
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Korrekt, mein Vorgesetzter hat auch Dinge “angesprochen” bei denen ich denke: “Wer im Glashaus sitzt, sollte im Keller mit Steinen spielen und wer hat Dir eigentlich die letzten 10 Jahre immer wieder den Arsch gerettet??”
Aber ICH kann auch anders *grummel*
#6 by Henry on Mittwoch, 16. Dezember 2009
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Als tendenziell eher anderes Ende der Kette: Mein halber Assistent bekommt einen monatlichen Report, zu dem er anfügen kann, ob und was er gelernt hat. Ich füge meinen Teil bei und wir beide haben was davon – ich wüsste spontan keinen Grund, warum irgendjemand davor Angst haben sollte, schließlich hab ich die Mühe und komm mir vor wie ein BWL-Söhnchen.
Entweder der Vorgesetzte gibt einen Tipp, was man besser machen könnte, das vereinfacht den Job, oder man gerät an jemanden, der als Kind zu wenig Aufmerksamkeit gekriegt hat und sich etwas profilieren möchte, in welchem Fall ich wohl drauf pfeifen oder selbigen wechseln würde.
#7 by Schlauschiesser on Donnerstag, 17. Dezember 2009
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Das war einer der Punkte, die ich angesprochen habe: ob man von diesem halbjährlichen Rhythmus wegkönnte zu einem quasi kontinuierlichem Feedback. Also zeitnahes loben oder kritisieren und nicht mit monatelanger Verzögerung, wenn der Betroffene sich kaum noch an die Details des Vorganges erinnern kann.