die sind alle verrückt geworden. Ich muß hier raus um die verbliebenen Reste meiner geistigen Gesundheit (wer lacht da?) zu retten…
Oder ich bin irgendwann heute unbemerkt in ein Paralleluniversum gerutscht. Wäre auch möglich.

die sind alle verrückt geworden. Ich muß hier raus um die verbliebenen Reste meiner geistigen Gesundheit (wer lacht da?) zu retten…
Oder ich bin irgendwann heute unbemerkt in ein Paralleluniversum gerutscht. Wäre auch möglich.

wie sehr ich Kerberosfehler hasse? Von allen Sachen, die an einem Windowsserver Probleme verursachen können, sind das die ekeligsten.
Sehr abstraktes Problemfeld und MS liefert so gut wie keine Tools mit, die man zur Fehlersuche verwenden könnte.
Ätzend.
Und gerade meine Beschäftigung.

Neulich beim Autofahren. Also eigentlich kurz vor dem Losfahren. Sohn fummelt auf dem Rücksitz mit dem Gurt herum und ist offensichtlich über irgendwas irritiert.
Dann tut er den Grund der Verwirrung kund:
Papa, wir können noch nicht los. Der Gurt kordelt sich nicht richtig.
Gemeint war, daß der Gurt sich nicht richtig aufgerollt hat. Aber so geht es auch.
Eines hat meine Mutter noch nie getan, seit ich vor sechzehn Jahren endgültig von zu Hause ausgezogen bin: mich gebeten, doch mal wieder vorbei zu kommen. Meine Eltern und ich pflegen einen eher losen Kontakt.
Bis Samstag. Ich habe angerufen, um mir den letzten Stand meines Vaters erzählen zu lassen (auf ganz niedrigem Niveau stabil). Dabei hat sie mich nahezu flehentlich gebeten, doch mal vorbeizuschauen. Das beunruhigt mich irgendwie. Ich könnte nicht erklären wieso, aber trotzdem.
Es ist alles ausgesprochen schwierig im Moment.

Eine hierzu extrem ähnliche Erfahrung durfte ich neulich auch machen.
Ich hatte vom Panda den dienstlichen Auftrag erhalten, ein Glas Gurken zu erwerben. So stand ich dann also im Supermarkt vor dem Regal mit der begehrten Ware. Senfgurken, Spreewaldgurken, Gewürzgurken, Gurken Moskauer Art, Gurkensticks und noch vielerlei mehr breitete sich auf zwei Metern Breite und drei Regaletagen Höhe vor meinem hilflosen Auge aus. Erschwerend kommt hinzu, daß ich Gurken jeder Art extrem widerlich nicht so lecker finde, ich also nicht auf eigene Erfahrungen zurückgreifen kann.
So groß war meine Verwirrung, daß eine Angestellte des Supermarktes freiwillig(!) zu mir kam fragte, ob ich Hilfe bräuchte. Ich schrak aus meiner Schockstarre hoch, murmelte dankend eine Ablehnung und griff zu einem Glas, das mir zumindest vage bekannt vorkam. Dann wankte ich gen Kasse und verließ mit einem Gefühl des Überfordertseins den Supermarkt.

Okt 8
Gepostet von Schlauschiesser in Allgemein | Keine Kommentare
Woher ich das weiß? Ganz einfach: ich habe einen offiziellen Scheidungstermin. Nach nur zweieinhalb Jahren hat sich das Gericht durchgerungen, sich die zehn Minuten Zeit zu nehmen.
Am Rande: letztes Jahr im November saßen alle Beteiligten (Ex-Frau mit Anwältin, Richter und ich) zusammen in einem Gerichtssaal. Da hätte der Richter alles beenden können, wollte aber ums Verrecken nicht. Das er vier Wochen später in den Ruhestand entschwunden ist hat das Ganze sicher nicht beschleunigt.

Okt 7
Gepostet von Schlauschiesser in Allgemein | Keine Kommentare
Kurz gesagt: meinem Vater geht es etwas besser.
Er hat über die letzte Woche zwei Liter Blut bekommen, dazu Kalium, Antibiotika und Kochsalzlösung. Dieser massive Input hat dazu geführt, das er zumindest etwas wacher ist. Im Gegensatz zu vorher steht er jetzt ein paarmal am Tag für bis zu eine halbe Stunde auf. Essen ist immer noch nicht so dolle, aber anscheinend hat er wieder etwas Appetit, da er sich für heute eine Nudelsuppe mit “viel Nudel, wenig Suppe” gewünscht hat. Auch sein nachmittäglicher Capuccino wird wohl wieder konsumiert.
Alles das ist hocherfreulich und es tut gut, ihn wieder aktiver zu sehen. Es täuscht aber nicht über die Tatsache hinweg, daß der Mann körperlich am Ende ist und das sich daran nichts ändern wird. Die Krankheit hat ihn fest im Griff und wird ihn auch nicht loslassen.
Heute kommen seine beiden Geschwister zu Besuch, worauf er sich ziemlich freut. Auch wenn die drei keine 200 Kilometer auseinanderwohnen, sehen sie sich doch nur alle Jubeljahre mal. Oder eben zu solchen Gelegenheiten.

Okt 6
Gepostet von Schlauschiesser in Allgemein | Keine Kommentare
Kaum niedergelassen, schon Adrenalinschub.
Eine Zehntelsekunde nach dem Klick auf OK stellt sich die Frage, ob das wirklich der richtige Server war, den man soeben neu gestartet hat. Falls nicht merken wir das in ein paar Minuten an den dutzenden Anrufen.

So beschrieben von einem Arbeitskollegen:
hell
dunkel
voll
ausnüchtern
voll
vorbei
Dem ist nichts hinzuzufügen.

Okt 1
Gepostet von Schlauschiesser in Allgemein | Keine Kommentare
Es war die letzten Tage ziemlich ruhig hier. Das hat auch seinen Grund.
Montag abend um kurz nach halb zehn rief meine Mutter an. Das ist immer ein schlechtes Zeichen. Sie ruft von sich aus so gut wie nie an, auch nicht zu halbwegs normalen Zeiten. Wenn sie sich also entschließt, zu so einer ungewöhnlichen Zeit anzurufen, dann ist etwas im Buch. Meistens etwas schlechtes. Dieser Anruf war keine Ausnahme.
Sie rief an um mir zu sagen, daß es meinem Vater dramatisch schlechter geht. Konkret bedeutet das, er liegt nur noch im Bett, ißt so gut wie nichts mehr und hat in den letzten Tagen noch mehr Gewicht verloren (ich hätte nicht gedacht, daß das möglich gewesen wäre). Ich bin dann hingefahren und hatte eine Unterhaltung mit ihm, auf die ich wirklich gerne verzichtet hätte.
Er hat mit mir seinen (überschaubaren) Nachlaß geregelt und verfügt, wie er beerdigt werden möchte. Und so, wie er aussieht, macht er das nicht aus Spaß. Er mag nicht mehr. So, wie sein Leben im Moment ist, hält er es nicht aus. Er hat immer irgendwas gearbeitet. Nachdem er aus seinem Job mußte, hat er bei einer Beraterfirma angeheuert, um Leute aus anderen Ländern das beizubringen, was er sein Leben lang gemacht hat. Als das weniger wurde, hat er sich als eine Art Hausmeister betätigt. Das alles geht jetzt nicht mehr. Und er weiß, daß sich da nichts mehr daran ändern wird.
Wir (meine Mutter und ich) werden ihn also ziehen lassen müssen. Es ist aber schwer nicht egoistisch zu sein und von ihm zu verlangen, weiterzumachen.

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