Archiv für Mai 2009

Protokoll eines Gemetzels

Hier das vollständige Protokoll unseres Canastaspiels von vor ein paar Minuten. Meine Punkte stehen links.

S                                            P

825                                      1830

565 (-260)                       3375(+1545)

1220(+655)                    6605(+2230)

Das wars. Drei Runden. Und ich habe keine groben Fehler gemacht, die dieses Ergebnis rechtfertigen würden.

Der Panda sitzt vor mir, bemüht sich um eine betroffene Miene und fragt “Sollen wir noch mal?” Raten Sie mal, ob ja.

Lieber Bastelfreund…

Ich bin auf der Suche nach einem kleinen Zusatz”gerät” für meinen PC. Anscheinend bin ich der der einzige, denn gefunden habe ich so etwas bisher noch nicht.

Plan: ich möchte in meinen PC eine zweite Festplatte einbauen, die lediglich und ausschließlich meinen Spieltrieb befriedigen experimentellen Zwecken dienen soll. Die Hauptplatte soll deswegen völlig unsichtbar sein.

Idee: einen von außen zugänglichen Kippschalter am PC, mit dem sich entweder die eine oder die andere Platte mit Strom versorgen läßt. Umgeschaltet wird natürlich nur, wenn der PC aus ist. Die Idee besticht durch ihre Einfachheit und Sicherheit (eine stromlose Platte ist vor Beschädigungen durch andere Betriebssysteme ausgesprochen gut geschützt).

Frage: gibt es sowas vielleicht in als fertigen Bausatz? Oder muß ich selber basteln? Ersteres würde ich deutlich bevorzugen *hüstel*

Ich sollte frei nehmen

Gestern habe ich einen (zum Glück unkritischen) Server bei einem Neustart geschrottet, heute ist die Kaffeemaschine nach einer Reinigung, die ich angestoßen habe, irgendwie in eine Endlosschleife von

Spültaste drücken – Tropfschale leeren – Spültaste drücken

geraten. Daß mein Notebook trotz allem noch tut, ist ein kleines Wun

Dann ist ja alles gut.

“Generell werden keine Angriffe erwartet, da Personen, die versuchen, das System zu kompromittieren, rechtlich belangt werden können”

Das sagt der österreichische Wissenschaftsminister Johannes Hahn zum Thema E-Voting (Quelle). Bei so viel Dummheit Blauäugigkeit fällt mir nichts mehr ein. Das unsere Politiker sich nicht durch sehr viel mehr Sachverstand auszeichnen kann man dieser Tage bewundern.

Mich würde sehr interessieren, ob Herr Hahn nachts seine Wohnungstür und -fenster offenläßt. Weil wer in fremde Wohnungen einsteigt und klaut kann ja auch rechtlich belangt werden. Deswegen macht es ja auch keiner.

Da steh ich nun, ich armer Tor

und bin so schlau als wie zuvor.

Aber der Reihe nach.

Wie bereits berichtet, ist nach der Krebserkrankung meines Vaters und der folgenden Chemo nicht alles wieder so geworden, wie die Ärzte das erhofft hatten.

Die zwei seinerzeit verordneten Zusatzchemos hat er hinter sich und nach einer Wartezeit stand eine neuerliche Blutuntersuchung an. Ergebnis: dieser ominöse Tumormarker hat sich weiter erhöht. Alle anderen Werte sind völlig in Ordnung, nur dieser eine nicht. Woran das liegt weiß keiner. Ebensowenig erklärlich ist, warum er weiter abnimmt, trotz seines gesunden Appetits.

Weil ich nun mal neugierig bin und gerne weiß, warum etwas so ist, wie es ist (der Panda kanns klagen), habe ich das große Internet zum Thema Tumormarker befragt. Auf dieser Seite bin ich dann fündig geworden. Nachdem ich den Text gelesen habe, muß ich sagen, daß ich keinen Deut weiter bin als vorher. Zusammenfassend kann man wohl sagen, daß das Vorhandensein eines solchen Markers alleine noch gar nichts aussagt, sondern das man den Gesamtzusammenhang sehen muß. Sie können etwas bedeuten oder auch nicht. Je nach dem eben.

Als nächstes stehen jetzt weitere zwei Wochen Wartezeit an, um auszuschließen, daß der Marker durch die Chemo beeinflußt wurden. Danach wieder eine Blutprobe, wieder auf das Ergebnis warten und wieder ein Arztgespräch. Sollte sich nichts geändert haben oder sollte es gar schlimmer geworden sein hat man ihm schon eine ausgewachsene Chemo in Aussicht gestellt. Die er bisher bekommen hat waren eine weichgepülte Variante.

Ich wäre sehr gerne optimistisch, aber leicht ist es nicht.

Es war ein langer harter Winter

Und die Menschen scheinen ihn sinnvoll genutzt zu haben.

Noch nie habe an einem Samstag außerhalb eines IKEA so viele Schwangere gesehen wie am vergangenen in der Stadt. Da die meisten von ihnen ungefähr gleich weit fortgeschritten zu sein schienen, läßt sich trefflich darüber spekulieren, wie die Damen und Herren sich die langen Winterabende wohl vertrieben haben.

Erkenntnisse des Wochenendes

Dieses Wochenende gab es einiges, was man fürs Leben bestimmt noch mal brauchen kann:

  • Wenn an einem Tisch zehn Betrunkene und zwei Nüchterne sitzen, ist es besser, zu den Betrunkenen zu gehören. Alles andere wird nach einer Weile anstrengend (Notiz an mich: nächstes Mal die Fahrfrage vorher klären). Denn:
  • das Vorhandensein von Erdbeerbowle klärt die Frage, wer die Rückfahrt übernimmt schnell und eindeutig
  • Averna ist nicht so süß wie Killepitsch. Trinken lassen sich aber beide ganz gut.
  • 1 Sack Zement kann einen ganzen Abend für Erheiterung sorgen (Fragen Sie nicht!).
  • Grillgut erst in die Nähe des Grills bringen, wenn dieser aufgehört hat Funken zu sprühen (die Holzkohle war wohl feucht). Es macht keinen Spaß die festgeschmolzenen Plastikreste der abgefackelten Verpackung vom Fleisch zu lösen. Ehrlich: die Funken haben die Verpackung unseres Grillgutes in Brand gesteckt. Nur die von unserem, der Rest des randvoll gepackten Tisches blieb unversehrt.
  • Erdbeerbowle, Sekt, Averna und Kirschschnaps abwechselnd genossen haben sowohl am Abend des Genusses als auch am Tag danach eine verheerende Wirkung.

Alles in allem war es aber ein gelungenes Fest.