Archiv für Mai 2009

Merke II

Es ist immer wichtig, eine gute Entschuldigung zur Hand zu haben.
Denn: wer lacht, kann sich nicht ärgern.

Der Panda hat es an diesem Wochenende eindrucksvoll demonstriert.

Loslassen

Sohn wird größer, keine Frage.

Diese ebenso simple wie unausweichliche Tatsache ist mir am Wochenende wieder vor Augen geführt worden. Auf die Frage, was er denn gerne machen würde kam nicht mehr wie früher eine Antwort in der Art von “Was mit Dir” sondern ein entschiedenes “Ich möchte mit L. spielen”. Also sind wir zu L. gefahren und Sohn ward nach Ankunft den Rest des Tages nicht mehr gesehen. Das ist, angesichts der Tatsache, daß wir uns sowieso nicht mehr so oft sehen, etwas gewöhnungsbedürftig. Klar, es gehört dazu, das Kinder sich von ihren Eltern absetzen und es ist ja auch gut, daß er es macht. Aber nichtsdestotrotz ist es komisch, wenn man es zum ersten Mal so richtig live und in Farbe mitbekommt.
Und das sind noch die Vorboten, von dem was kommt. Einem Arbeitskollegen hat seine Tochter (14) auf die Frage, warum sie sich in den Sommerferien nicht ein einziges Mal bei ihm gemeldet hat zur Antwort gegeben “Ich war halt mit meinen Freundinnen unterwegs. Stell Dich nicht so an.”. Das ist, glaube ich, richtig schwer zu schlucken. Aber bis dahin ist ja noch etwas Zeit.

ARGH! Augen verblitzt

Ich habe heute einen ersten Blick auf das allerneueste Produkt aus dem Hause Microsoft werfen können: Windows 7.

Sieht ja ganz hübsch aus, kann man nicht meckern. Aber als die mitgelieferten Bildschirmhintergründe entworfen wurden, da ist nicht alles mit rechten Dingen zugegangen.

Meine Vermutung ist, das während der Erstellung größere Mengen Gebäck gereicht wurden und diverse Schüsseln mit lustigen bunten Pillen herumstanden. Anders kann ich mir das nicht erklären. Waren die Bilder in den vergangenen Versionen bestenfalls beliebig bis langweilig, so fühlt man sich hier deutlich in die 60er zurückversetzt. Vorsichtig ausgedrückt: nicht schön.

Aber egal. Sobald ich mein neues Firmennotebook bekomme, wird es damit bespielt und dann schauen wir mal, was die neue Version so kann.

Es ist ein Naturgesetz

Wenn man zu Behebung eines Problems mit jemandem telefoniert, der sich dann aber als nicht zuständig/betroffen herausstellt, dann bekommt man den Namen von jemandem genannt, den der Angerufene für zuständig/betroffen hält. Ruft man den Genannten an, wiederholt sich das Spiel.

Jetzt die Gesetzmäßigkeit: irgendwann nennt der Gesprächspartner unweigerlich den Namen der Person, die man als erstes angerufen hat. Das ist so sicher, daß ich es in den Rang eines Naturgesetzes erheben möchte.

Den Abstand zwischen dem ersten Anruf und demjenigen, der einen wieder dorthin verweist würde ich gerne mit der Einheit Schlauschiesser bezeichnen.

Naja

Allgemeinbildung testen

Schön, wenn jemand aufpaßt

Spammer sind sich wirklich für nichts zu schade. Selbst das kleine Fleckchen des Internets das ich okkupiere, wird von ihnen heimgesucht.

Erfreulicherweise habe ich aber einen nimmermüden Aufpasser, der sie abwehrt. Bis jetzt hat es noch niemand mit seinem automatisch generierten Spam geschafft, da durchzukommen. Den Kommentarspammern kann man wirksam mit der vorgeschalteten Freigabe beikommen und so sind alle glücklich.

Aber zwei Fragen drängen sich mir auf:

  1. was erhoffen sich die Spammer von einem Kleinstblog mit irgendwas zwischen 30 und 50 Lesern am Tag? Gibt es keine lohnenderen Ziele?
  2. Wie kommt man eigentlich an den Job eines Kommentarspamschreibers und was verdient man da? Hängt an der Uni ein Zettel am schwarzen Brett “Spammer gesucht!” oder wie habe ich mir das vorzustellen? Oder sind das gar Ein-Euro-Jobber, denen die Arge den Job aufgezwungen hat? Oder Firmeninhaber mit einem, sagen wir mal, überschaubaren Marketingbudget?

Egal wie, dieses Blog ist bisher sauber. Dabei soll es bleiben.

Eines scheint jetzt klar zu sein

Moderne Kunst und ich werden keine Freunde. Aber der Reihe nach.

Samstag hatten der Panda und ich uns entschlossen, die Gelegenheit zu nutzen und hieran teilzunehmen. Kultur kann nie schaden und mit zwölf Euro pro Nase für alle Eintritte und Busfahrten kann man auch nicht viel falsch machen.

Angefangen haben wir unsere Expedition hier aus ganz praktischen Gründen. Zum einen ist es relativ dichte bei und zum anderen gibt es ausreichend Parkplätze. Leider hatte auch ungefähr 300 andere Leute die Idee und standen schon um Karten an, als wir dazustießen. Macht aber nichts, so hat man wenigstens Zeit, in der ausliegenden Broschüre zu stöbern und den weiteren Abend zu planen.

Erster Programmpunkt: im Aquazoo die Präparationswerkstatt besichtigen. Also da, wo die ganzen toten Tiere so aufbereitet werden, daß man sie hinterher ausstellen kann. Durchgeführt wurde das Ganze durch die beiden angestellten Präparatoren. Eröffnet wurde die Vorstellung mit den Worten “Die ganze Zeit ist man hier unten schön alleine, aber einmal im Jahr tauchen hier plötzlich Menschen auf.”. Was dem Mann offensichtlich Unbehagen bereitet hat. Interessant war es trotzdem, auch wenn einige der Damen bei der mit Fotos begleiteten Beschreibung, wie man eine Elster fachgerecht präpariert (Die zieht man quasi auf links und dann wird sie erstmal komplett entfleischt) doch etwas sparsam geguckt haben.

Den zweiten Punkt, die Besichtigung des Geschehens hinter den Kulissen des Seewasseraquariums, kann man kurz zusammenfassen. Insgesamt fünfundvierzig Minuten gewartet um dann direkt vor der Tür zur Glückseligkeit mitgeteilt zu bekommen, die nächste Führung fände erst in gut einer Stunde statt. Und direkt vor der Tür heißt, direkt davor. Die Leute vor uns sind noch mit in die letzte Führung gerutscht, dann war Schluß.

Macht aber nix, es gibt ja Alternativen. Die führte uns, und jetzt nähern wir uns dem Titelbezug wieder an, an diesen Ort. Meine Begründung, dorthin fahren zu wollen war “Normalerweise gäbe ich für so was kein Geld aus, aber wenn ich umsonst reinkomme nehme ich es mit”. Banausig vielleicht, aber so bin ich.

Was soll ich sagen? Die spinnen alle. Was da auf dem Boden rumliegt oder an den Wänden hängt hat mir im Kunstunterricht mit schöner Regelmäßigkeit eine stark unterdurchschnittliche Note beschert. Der Panda hatte alle Hände voll zu tun, um die Lautstärke in der ich die versammelte Kunst kommentieren wollte, auf ein einigermaßen akzeptables Niveau zu senken. Sie befürchtete wohl, die anwesende Kunstkennerschaft würde mich (oder uns) an der nächsten Installation aufknüpfen. Aber eines weiß ich jetzt: wenn ich das nächste Mal umziehe, räume ich den Müll aus meinem Keller nicht aus, sondern beleuchte ihn und vermache ihn dann einem Museum. Vielleicht bekomme ich sogar noch Geld dafür. Aber auf die Straße schleppe ich ihn nicht mehr.

Wie dem auch sei, nach so viel Kunst auf einmal bekam der Panda Bauchschmerzen und wir haben unseren Streifzug durch die Hochkultur noch vor dem geplanten Besuch des Filmmuseums abgebrochen.

Zu Hause gab es, zwecks Niveauanpassung, dann noch ein zwei Folgen Al Bundy. Das verstehe ich wenigstens und muß mich nicht ärgern.

Es gibt sie wirklich

Die sogenannten Sonntagsfahrer. Meistens handelt es sich hierbei um Herren in verschiedenen Stadien des Verfalls fortgeschrittenen Alters die in einem silbernen Fahrzeug dieser oder jener Marke (jene dagegen ist nicht so beliebt. Wahrscheinlich zu sportlich.) und in Begleitung der Gattin über die Straßen schleichen reisen.

Die Steigerung sind diejenigen, die anscheinend nur in ungeraden Kalenderwochen regenreicher Schaltjahre ihre Karosse den Unbilden des Straßenverkehrs aussetzen. Wie nennt man die eigentlich?

Egal. Was ich eigentlich sagen wollte ist, das motorradfahren so eine entspannende und glücklichmachende Freizeitbeschäftigung sein könnte, wenn man sich nicht die Straße  mit den oben angesprochenen Kollegen teilen müßte. Die kommen auf Ideen, die ein Fahrschüler in der dritten Fahrstunde abgewöhnt bekommt. Wobei die Idee, auf einer Landstraße vor einer Kurve herzhaft zu bremsen noch zu den vorhersehbareren gehört.

So nicht, mein Freund

Dieses Jahr habe ich, angeregt durch den Panda, mich gärtnerisch betätigt und einen Topf auf dem Balkon hiermit bepflanzt. Daß von den sechs gesäten nur drei angegangen sind, finde ich ja nicht so wild.

Aber wenn irgendeine wilde Bestie aus des Pandas Hinterhof eine der drei dahinmeuchelt, dann ist Schluß mit lustig. Ich habe so einen Kollegen hier im Verdacht, kann es aber noch nicht beweisen. Aber wer sonst sollte auf einem Balkon im zweiten Stock herumgraben?

Mistvieh, elendes.

Tips vom Spezialisten

Nachdem ich nichts gefunden habe und mir auch hier niemand zu diesem Thema weiterhelfen konnte, bin ich mal bei meinem bastelerfahrenen Arbeitskollegen vorstellig geworden.

Der findet die Idee prinzipiell gut, kennt aber auch keine Fertiglösung. Aber immerhin hat er mir erklärt, was ich alles brauche, um die Idee praktisch umzusetzen:

  • ein Y-Kabel zum Zerschneiden und Anschließen an den Schalter
  • einen zweipoligen Schalter (für die 5V und 12V Stromversorgung) mit einem Eingang und zwei Ausgängen
  • je nach Ausführung des Schalters: einen Lötkolben (oder ihn. Er hat sowas und würde mir das zusammenbratenlöten)
  • zur Befestigung des Schalters etwas Heißkleber oder alternativ Schrauben

Alles kein Problem, bis auf den Schalter. Ob es so ein Modell gibt steht in den Sternen. Zumal ich gerne eine Abdeckung dafür hätte, da der PC unter dem Schreibtisch steht und sowohl der Panda als auch ich schon mal davor rempeln. Wäre doof, wenn bei so einem Rempler die Festplatte umgeschaltet würde.

Bin mal weg, hier stöbern. Aber nach wie vor bin ich für jede Idee offen.