Archiv für April 2009

War mir noch nie so klar

Ich war am Samstag mit Sohn bei meinen Eltern, zwecks Begutachtung und Erprobung seines neuen Fahrrades.

Bei der Gelegenheit ist mir eines aufgefallen: wie alt meine Elter inzwischen sind und wie absehbar es ist, das die beiden nicht mehr unendlich leben werden.

Mein Vater hat letztes Jahr eine Krebserkrankung überstanden. Ob das Thema wirklich durch ist, steht im Moment noch nicht fest. Aber egal wie: die Krankheit hat ihn schwer gezeichnet. Laut meiner Mutter hat er über zwanzig Kilogramm abgenommen. Hätte er nicht eine Konstitution wie ein Pferd gehabt, wäre er wohl nicht so einfach durchgekommen. Aber auch wenn er es überstanden hat, so hat es ihn doch viele, wenn nicht sämtliche, Reserven gekostet. Und mit den Reserven auch Lebenszeit. Aber das hatte mein Onkel (seines Zeichens Arzt) prophezeit. Stand heute würde ich nicht mehr sehr viel darauf wetten, das er in fünf oder sechs Jahren noch lebt.

Meine Mutter war noch nie sonderlich gesund. Solange ich denken kann, plagen sie irgendwelche Zipperlein. Unter anderem mehr oder weniger dauernde Probleme mit den Atemwegen und der Lunge, die natürlich rein gar nichts mit dem Rauchen zu tun haben, dem sie seit über dreißig Jahren hingebungsvoll frönt. Ihre Einstellung, daß die drei Tassen Kaffee am Morgen den Flüssigkeitsbedarf für den ganzen Tag decken ist auch nicht sonderlich hilfreich. Früher waren die Zipperlein nicht so wild, aber inzwischen fordert auch bei ihr das Alter seinen Tribut. Änderungen im Verhalten sind nicht zu erwarten: sie ist absolut erkenntnis- und beratungsresistent. Ewig geht das nicht mehr gut. Und das besonders bittere ist, daß es gar nicht so sein müßte.

Obwohl es klar ist, daß niemand ewig lebt, ist das Erkennen der Tatsache, daß auch die engsten Angehörigen davon betroffen sind, noch mal was ganz eigenes. Da hilft alle Rationalität nichts: man erschreckt sich ob der Sterblichkeit derjenigen, die man früher doch mal für unsterblich gehalten hat. Zumal Tod und Sterben auch ein Thema sind, um daß sich jeder gerne herumdrückt. Warum eigentlich? Es wird doch nicht besser, wenn man so tut, als ginge einen das Ganze nichts an. Vielleicht wäre es alles ein wenig einfacher, wenn etwas Offenheit herrschte. Wie das genau aussehen soll, weiß ich auch nicht, aber so ist es auch doof.

Mitbestimmung mal ganz praktisch

Ich hatte das neue Design ja zur Abstimmung gestellt. Dummerweise ist das Ergebnis nicht so ausgefallen, wie ich es gewünscht erwartet hätte.

Deswegen hier noch ein Hinweis: Sie haben die Möglichkeit, mittels eines Klicks auf den runden Knopf unten links, gefolgt von einem Klick auf “Change Theme” das Hintergrundbild zu ändern. Ich dachte, ich könnte das zentral vorgeben, habe mich aber wohl geirrt. Dort unten findet sich auch die Suchfunktion, für den Fall, daß jemand sie vermißt hat.

Vielleicht kann das ja den einen oder die andere versöhnen. Denn, ehrlich gesagt, ich finde das Aussehen ganz in Ordnung. Zu viel Design kann ich nicht erkennen.

Es kommt eben doch auf die Größe an

22 fände sie gut, meinte sie.

20 wären aber auch in Ordnung, gab sie zu.

Und weil dem so ist, hat sie das 22 Zoll Fahrrad umstandslos umgetauscht. Jetzt hat Sohn ein 20 Zoll Rad, auf dem er wieder vernünftig fahren kann. Und weil dem so ist, haben wir beide heute mal eine kleine bis mittlere Runde gedreht.

Wollen Sie mal was frustrierendes sehen?

Dann schauen Sie doch mal hier.

So gehts

Der Trick, um nachts durchschlafen zu können besteht einfach darin, vor dem schlafengehen die Anti-Heuschnupfen-Medis einzuwerfen statt tagsüber.

Die Wirkung hört dann irgendwann morgens auf, was ein Ausschlafen erschwert, aber die Nacht war wenigstens ruhig. In den letzten beiden Nächten hat es zu jeweils sechs Stunden Schlaf am Stück gereicht. Wunderbar.

Hm

Gefällt mir das neue Aussehen jetzt besser als das alte? Ich bin noch nicht ganz sicher.

Und Sie?

[EDIT] So vielleicht besser? Ich habe auch noch Wassertropfen und Grashalme für den Hintergrund.

Letzte Rettung

Heute ist ein eher ruhiger Tag auf der Arbeit. So schön ruhige Tage auch sind, die Zeit neigt dazu, sich wie Kaugummi zu ziehen.

Schön, wenn man dann hinter sich einen Kollegen sitzen hat, an dem ein Komiker verloren gegangen ist. Seine Telefonate mit unseren Kunden können einem den Tag verkürzen.

So zum Beispiel:

  • Tja, jetzt weiß ich auch nicht mehr weiter. Ich fürchte, da wird uns nur noch ein Exorzist helfen können. *pause* Nein, natürlich meine ich das nicht ernst.
  • Manchmal gehen Geräte eben einfach kaputt. Wenn Sie mit einem Auto vor die Wand fahren, hat es in einem Augenblick ja auch funktioniert und im nächsten nicht mehr.
  • Nein, es reicht nicht, das Sie das Gerät anstarren, um einen Neustart auszulösen. Da müssen Sie schon den Schalter betätigen.

Trotzdem ist es heute eher langweilig.

Zermürbend

So ein Heuschnupfen hat ja verschiedene Symptome: Niesattacken, laufende Nase, tränende (juckende, geschwollene suchenSie sich was aus) Augen, fieses Jucken im Rachen, Atemnot wg. verengter Bronchien usw.

Alles nur halb so wild, da durch Medikamente einwandfrei beherrschbar. Lorano und Salbutamol sind meine Freunde.

Was aber wirklich zermürbend ist, ist der ständige Schlafmangel. In den letzten anderthalb Wochen habe ich keine Nacht wirklich mal durchgeschlafen. Irgendwann im Laufe der Nacht stellen die Medis nämlich ihre Wirkung ein und das wars dann mit dem Schlaf. Am Anfang ist das nicht so wild, aber nach einer zeitlang ist das Fehlen von einer oder zwei Stunden Schlaf pro Nacht doch zermürbend.

Es ist ein bißchen wie die erste Zeit mit einem Baby. Nur das hier das Schöne (das Baby) fehlt.

Es geht doch nichts über Fachpersonal

Die wissen nämlich genau, was der leicht verwirrte Schlauschiesser Kunde eigentlich möchte, wenn er Ratiospray Nasenpharm ordert.

Taktvolles Fachpersonal erkennt man daran, das es weder loskichert noch einen verbessert, wenn es loszieht, um das gewünschte zu holen.

Die Dame eben in der Apotheke gehörte ganz klar zur zweiten Sorte.

Pünktlich zu Ostern: ein Wunder

Hosianna: die kürzlich eröffnete, nur hundert Meter von der Haustüre gelegene, Pommesbude inkl. Pizzeria taugt was. Damit schließt sich eine große Lücke in der notwendigen Infrastruktur.