Archiv für März 2009

Vom Sinn des sorgfältigen Umgangs mit der Sprache

Es ist immer eine gute Idee, vor dem Sprechen kurz den Denkkasten anzuwerfen und zu prüfen, ob das, was man sagen will, wirklich übereinstimmt mit dem, was man meint. Spricht man vor Publikum oder anderweitig öffentlich sollte man besondere Sorgfalt walten lassen.

Ansonsten kommen Dinge heraus, wie heute im Radio. Dort sagte ein Sprecher folgendes:

Nach zwei Stunden wurde die Sitzung nichtöffentlich, da Fragen zum Intimbereich von Josef Fritzl gestellt wurden.

Ich weiß, was der Reporter meinte. Aber gesagt hat er was anderes.

Bratkartoffeln

Gestern abend habe ich Bratkartoffeln für den Panda und mich gemacht. Esse ich furchtbar gerne. Während ich so am Herd stand, habe ich daran denken müssen, daß jede meiner beiden Großmütter ein Kochgeheimnis mit in ihr Grab genommen hat.

Bei der Mutter meiner Mutter war es das Geheimnis ihrer Pfannkuchen. Die hatten einen besonderen Geschmack. Nicht nur, weil sie meine Oma war, meine Mutter fand das auch.

Bei der Mutter meines Vaters waren es eben die Bratkartoffeln. Goldgelb, knusprig und unglaublich lecker. Wie sie das gemacht hat, kann ich nur vermuten. Eine große Pfanne, Kartoffeln aus dem eigenen Garten und ganz viel reines Schweineschmalz. Also wurde mehr frittiert als gebraten. Egal. Als sie kochen gelernt hat (gelernte Köchin, Abschlußprüfung 1932), hielt man Cholesterin noch für einen Vornamen .

Schade eigentlich, daß sie es nicht mehr verraten konnten. Die eine starb dement an Parkinson, die andere völlig unerwartet. Keine Chance also.

Tschuldigung, lieber Gott

Diesen Tag habe ich Dir einfach nur geklaut. Nix sinnvolles getan, nur gelungert. Also eigentlich kein großer Unterschied zu gestern. Nur eine Hose habe ich heute nicht gekauft.
Ein schlechtes Gewissen will sich trotzdem nicht wirklich einstellen.

TOP 1: erledigt

Es lag an: schlafen bis kurz vor Dekubitus. Aufgestanden wurde heute erst um 11:30 Uhr. Naja, abgesehen von einem kurzen Intermezzo zum Wasserfassen und -lassen um kurz nach acht. Wunderbar.

Weitere Tagesordnungspunkte standen auch nicht an. Umso erfreulicher daß bei einem Spontaneinkauf zusätzlich zum eigentlich gewollten auch noch eine Hose für mich herumgekommen ist. Somit kann die alte, der ein paar Zentimeter fehlten (in der Länge, meine Damen und Herren, in der Länge. Verkneifen Sie sich das Grinsen) entsorgt werden.

Gleich noch lecker Abendessen und alles ist gut.

Hardwaredefekt

Ich fürchte, ich muß zum Arzt. Genauer: zu einem Nasenarzt.

Obwohl ich gesund bin (oder mich zumindest so fühle), bekomme ich kaum Luft durch die Nase. Irgendwann vor Jahren war ich mal bei einem Medicus mit entsprechender Zusatzqualifikation und der (nee: die. War eine Ärztin.) offenbarte mir das Vorhandensein einer schiefen Nasenscheidewand. Trotzdem haben wir (meine Nase und ich) ein ziemlich entspanntes Verhältnis bewahrt.
Das scheint sich aber jetzt dem Ende zu nähern. Dieses Schnaufen Schnorcheln geräuschvolle Atmen geht mir zunehmend auf die Nerven.

Glück gehabt. Irgendwie.

Irgendwann in 2007 hat irgendjemand meinen eBay-Account gekapert. Gemerkt habe ich das, weil plötzlich mein Kennwort nicht mehr funktionierte.
Jetzt muß ich mal eine Lanze für eBay brechen: sofort nach meiner Meldung kam eine Mail, das mein Konto jetzt gesperrt sei, alle laufenden Vorgänge seien eingefroren, da man Unregelmäßigkeiten festgestellt habe. Schnell und problemlos, wie man es in so einem Fall sich wünscht.

Warum ich das erzähle? Weil der BGH ein Urteil gefällt hat, das sich mit der Problematik Accountmißbrauch beschäftigt. Und befunden hat

Benutze ein Dritter ein fremdes Mitgliedskonto bei eBay, nachdem er an
die Zugangsdaten dieses Mitgliedskonto gelangt sei, weil der Inhaber
diese nicht hinreichend vor dem Zugriff Dritter gesichert habe, müsse
der Inhaber des Mitgliedskontos sich so behandeln lassen, wie wenn er
selbst gehandelt hätte.
(Quelle)

Wo läuft denn die Grenze für “nicht hinreichend gesichert”? Wer muß wem was beweisen?

Ich habe da in zweierlei Hinsicht Glück gehabt: mein Account wurde vor diesem Urteil gehackt und mir wurde schnell und kompetent geholfen. Da kann man nicht klagen. Im Wortsinn…

Übermut tut selten gut

sagt das Sprichwort. Recht hat es.

Seit drei Wochen pilgere ich dienstags in den Fitneßtempel und widme mich der Stählung des Leibes. Dazu gehört natürlich auch der Bauch auf das der Schonbezug über dem Waschbrett schmelze. Auf der zugehörigen Maschine stellen drei Sätze à 15 Wiederholungen mit 60 Kilogramm Gewicht keine echte Herausforderung mehr dar. Was macht also der Esel, wenn es ihm zu wohl wird? Richtig: er geht aufs Eis. Oder, in diesem Fall, auf die Liege. Um Crunches zu machen.

Das hätte ich mal besser sein lassen. Dreimal zehn Stück (und die letzten drei waren schon mehr gewollt als gekonnt) und das wars.

Das versuche ich dann später noch mal. So in zwei oder drei Monaten vielleicht.

ÜBERRASCHUNG!

Diese Woche ist mal wieder Frühschicht. Das bedeutet, daß man nicht nur früher anfängt, sondern auch früher gehen kann. Das mit dem früher gehen hat bei den letzten paar Schichten nicht immer so gut geklappt, so daß ich mir diesesmal vorgenommen habe es besser zu machen.

Also habe ich gestern pünktlich zusammengepackt und bin nach Hause gefahren.

Um dort den Panda spielend am PC zu finden und mit den Worten “Sche****, ich wollte doch geschäftig aussehen, wenn Du kommst.” begrüßt zu werden.

Großartig. Ich habe mich prächtig amüsiert.

Erste Auswirkungen

Die neulich verkündeten Änderungen am Arbeitsplatz zeigen erste Wirkungen. Das ging schneller als gedacht. Und sie sind genauso, wie erwartet/befürchtet. Alle Betroffenen sind, aus unterschiedlichen Gründen und in unterschiedlichem Maß, sauer.

Vielleicht setzen sich die Häuptlinge ja noch mal zusammen und denken neu nach. Noch vielleichter holen sie jemanden dazu, der an der Front steht und praktische Erfahrung vorweisen kann und nicht nur irgendwelche Controllingfuzzis, die nur Zahlen kennen. Wäre eine nette Überraschung.

Wenn es schon unbedingt sein muß

Es gibt keinen, wirklich keinen, Grund einen Krieg zu beginnen.

Aber manche sind noch bescheuerter als andere: klick